Reviews

V.A.
Stealth

Label: Sony (2005)

Rob Cohen (Fast & Furious / xXx) hat den neuen Action-Blockbuster Stealth gedreht. Inhalt des Films ist der Kampf gegen einen fehlprogrammierten Jet, der einen Atomkrieg auslösen könnte. Niemand anderes als Incubus haben extra zu diesem Actionstreifen drei Songs geschrieben und eingespielt. Die Jungs um Brandon Boyd waren auf Tour und hatten dadurch nicht die Zeit eine Vielzahl an Liedern zu schreiben aus denen sie wählen konnten, also musste man sich extra für den Film Gedanken machen.

Incubus sind in ‚Make A Move’ zu den rockigen Wurzeln, wie sie früher ihre Musik dominierten, zurückgekehrt. Harte Riffs treffen auf ein rhythmisches Schlagzeug und einen wummernden Bass, abgerundet wird das Ganze von Brandons, in diesem Fall, kraftvoller und aggressiver Stimme. Für einen Actionfilm ist der erste Track perfekt, doch danach geht es ruhiger weiter. ‚Admiration’ passt vom Klang, Tempo als auch vom Namen her in eine der üblichen Hollywood Liebesszenen und fällt mit seinen Grooves / dem gefühlvollen Gesang auf. Track Nummer 3 ist der letzte Neue von Incubus. In ‚Neither Of Us Can See’ haben die Jungs Chrissie Hynde von den Pretenders als Gastsängerin engagiert, die ihre Sache wirklich gut macht, doch irgendwie passen die beiden Gesänge nicht ganz zusammen, eine etwas weichere und höhere Stimme hätte besser ins Bild gepasst. Ein Ohr sollte man auf jeden Fall ‚Bullet-Proof Skin’ leihen, das von Ex-Bush Frontmann Gavin Rossdale und seiner Band Institute stammt. Eingängig, hart und mit einer genialen Stimme bestückt, hat der Titel das Potential zum Chartbreaker. Mindestens genauso beeindruckend ist ‚One Day’. Er stammt aus der Feder von Trading Yesterday, deren Fronter David Hodges (Ex-Evanescence) ist, die durch ihren Beitrag vielleicht zum gleichen Erfolg kommen könnten wie seine alte Band. Ein Titel auf dem ansonsten qualitativ hochwertigen Soundtrack passt nicht ganz: ‚Dance To The Music’. Es ist der einzige Titel der mit Rock wenig am Hut hat, was angesichts von Black Eyed Peace Mitglied Will.i.am als Gast nicht verwunderlich ist. Doch durch die übrigen Stücke kann man diesen Ausrutscher bereitwillig überhören.

Überraschend gut, was Meisterproduzent Brendan O’Brian da zusammengesetzt hat. Die Scheibe ist eindeutig besser als das Album zu Underworld und schlägt ebenso den Punisher, da kann man den Kauf nur empfehlen.

Winfried Bulach






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