Reviews

The Most Beautiful Pain

Label: Frontiers Records (2006)

Okay, ich gebe es nicht gerne zu, aber den Namen Robby Valentine habe ich zum ersten Mal gehört, als ich vor ca. drei Wochen dieses Promo aus dem Briefkasten gezaubert habe. Erster Eindruck: sieht aus wie ein transsexueller Elb aus dem Herrn der Ringe. Lust die Scheibe einzulegen? Geht gegen null. Naja, pflichtbewusst wie man ist, zwingt man sich dazu, eine CD wenigstens einmal anzuhören, bevor man sie verreißt. Doch dann….vom ersten Ton an kenne ich alle Zutaten. Diese Platte klingt wie eine Mischung aus 70er Jahre Queen (bis in die Gitarrensounds und Opernarrangements detailverliebt nachempfunden) und Uriah Heep, mit einem gehörigen Schuss Pavlov’s Dog, dazu eine Prise 80er Jahre Poser Metal. Gänzlich überrascht bin ich schließlich, als ich erfahre, dass Herr Valentine bereits seit den späten 80er Jahren CDs veröffentlicht! Unglaublich, dass er so an mir vorbeigehen konnte. Zugegeben, wenn ein Musiker so klingt, als würde er das Werk eines anderen bis ins kleinste Detail nachempfinden, dann sind die Plagiatsvorwüfe sofort zur Hand, aber mich interessiert das nicht, denn: so lange Freddie Mercury tot ist, stellt Robby Valentine wohl die einzige Alternative dar, werksgetreue „neue Queensongs“ zu bekommen. Ich würde Euch gerne noch mehr darüber schreiben, aber in wenigen Minuten endet bei eBay eine Auktion mit einer älteren Robby Valentine CD, die nur in Japan erhältlich war. Und die möchte ich mir unter keinen Umständen durch die Lappen gehen lassen!

Frank Scheuermann






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