Reviews

V.A.
More Relics - A Tribute To Pink Floyd

Label: Sysyphus Records (2002)

Und schon wieder kommt ein Sampler mit Coversongs auf den Markt, Thema diesmal: Pink Floyd. Neun Bands haben es sich zur Aufgabe gemacht ihre persönlichen Pink Floyd Favoriten einzuspielen und auf diesen Sampler zu packen. Hierbei bestreitet der Song ‚Sysyphus’ von Rüdiger Gleisberg den Anfang. Herr Gleisberg hat diesen Instrumental-Track recht orchestral inszeniert, so dass er das Wirrwarr der Gefühle des Songs gut transportieren kann. Der 24-Minuten-Epos ‚Echoes’ kommt recht original daher, lediglich der Gesang klingt ein wenig gleichgültig. Dennoch ist die Gitarren- und Keyboardarbeit zu würdigen, da die Jungs das musikalische Gefühl von Pink Floyd einfach genial rüberbringen. Liquid Visions haben sich den Song ‚Ibiza Bar’ ausgesucht und sollten mit ihrer Wahl auch recht behalten, denn hier kommt der Gesang am authentischsten rüber, auch die instrumentale Inszenierung erinnert an die damalige Dekade, respekt. Den Abschluss findet dieser Sampler in ‚Eclipse’ von Masterkey, wobei der Sound durch Synthesizer leicht aufgemöbelt wurde, die Gitarren jedoch noch stark an die 70er erinnern, eine komische Mischung, aber das waren eben Pink Floyd und warum sollen die Jungs nicht einfach mal Pink Floyd auf ihre eigene Art und Weise interpretieren.
Als Fazit bleibt mir nur zu sagen, dass der Sound definitiv besser ist als in den 70ern, aber das Gefühl, durch das die Musik von Pink Floyd lebt, wurde nicht mal annähernd herübergebracht, trotz bester musikalischer Fähigkeiten.

Nils Manegold






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