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Momentum

Label: Crime Records (2017)

Das Debütalbum einer norwegischen Band, nein, es ist kein Blackmetal, die so gar nicht passen wollen in eine Schublade und auch passen tun. Diese fünf Jungs aus Oslo basteln hier einen sehr düsteren Sound zusammen, mit vornehmlich Growls transportiert, wobei es auch gelegentliche cleane, prächtig anmutende Vocals als Backingvocals oder als Kontrapunkt genutzt zu erhaschen sind. Die Aufnahme des dualistischen Gesangsstils, nur dass die clenanen Parts meist Männerstimmen sind. Wenn es einmal dissonant oder unruhig zu werden droht übernimmt eine Gitarre oder selbst der Vocalist den Part des Dominators, beruhigt und hält die Szenerie harmonisch im Einklang. Trotz des progressiven Grundkonzepts, der geilen Blastparts, des geilen Riffings und schönen Soli, haben die Jungs trotzdem noch die Zeit Ruhepausen durch Synthesizer oder komponierte Ruhezonen so einzubauen, dass sie wie ein Faustschlag anmuten, im Ganzen gesehen aber groteskerweise wunderbar reinpassen um wiederum kurz darauf brachial zurück geholt zu werden. Eine süß-saure Variante von Vanora wenn man so will, dargeboten in so ziemlich jedem Song, darum testet welchen Song auch immer, wie es euch beliebt …
 
Mein Tipp: Ein geiler Ansatz, der mir so noch nicht untergekommen ist und wenn man sich mal darauf eingelassen hat, zeigt sich die virale Seite von Vanora: Es lässt einen kaum mehr los! Suchtgefahr, aber eine angenehme Variante! Die Pommesgabel zum Gruße!!!
 
9/10
 
Car Sten






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