Reviews

Where The Wild Things Are

Label: Rough Trade Distribution (2009)

Frickelfreunde aufgepasst! Jetzt gibt es das Rundum-Sorglos-Paket auf höchstem technischem Niveau! Steve Vai, der Gitarrenvirtuose aus dem Stall von Frank Zappa lädt seine Jünger mal wieder zur (wenn man seinem Gastauftritt im Film "Crossroads" Glauben schenken darf zur Schwarzen) Messe. Für diese Tour und die daraus resultierende DVD/CD hat er sich etwas Besonderes einfallen lassen: Zu seiner schon erprobten Liveband gesellen sich zwei Geiger, die durch ihr Spiel zusätzliche, zum Teil folkloristische, zum Teil klassische Elemente in Steve Vais ohnehin komplexe Musik mit einbringen.

Das Ergebnis klingt so, wie man es vom Meister erwartet: Es ist ein Parforceritt durch sämtliche Musikrichtungen, wobei der harte Rock die Basis für Ausflüge in die Metiers Jazz, Klassik, Psychedelic, Folk und Blues bildet. Obwohl ich normalerweise von Steve Vais reinen Frickeleskapaden nur gelangweilt bin, hat mir die Inszenierung der Livemusik auf dieser DVD sehr gut gefallen. Das liegt zu Teilen auch an seinen kompetenten Sidekicks. So gefällt mir das Drumsolo gegen Ende der ersten DVD recht gut, vor allem ist der Teil mit dem tragbaren Drumset recht originell geworden. Aber auch der Rest der Musiker überzeugt (wobei ich mir bei einer Geige nicht so ganz sicher bin, ob sie immer das tut, wofür sie bezahlt wird...).

Auch für Leute, die schon alles von Steve Vai besitzen, ist diese Teil eine lohnende Anschaffung, auch und gerade wegen der außergewöhnlichen Instrumentierung. Die CD bietet übrigens nur etwa die Hälfte der Songs und ist daher bestenfalls die autotaugliche Kurzversion.

Frank Scheuermann






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