Reviews

I Krig

Label: Indie Recordings (2007)

Die Erben Windir's melden sich mit ihrem dritten Album zurück an der Fanbase. Nach wie vor hat sich nichts an der musikalischen Ausrichtung der Norweger geändert: grandios eingängigen, glasklaren Blackmetal. Mit einem Hauch von experimentalem Gehabe. Aber immer noch sehr eingängig und unglaublich melodiös.

Das besondere an diesem Album ist nicht nur der Umstand, dass sehr viele Rock'n'Roll Elemente es auf die Patte geschafft haben, sondern viel mehr der Umstand welches Songmaterial genutzt wurde. Es ist die Vertonung einzelner Gedichte von Gunnar Reiss-Andersen, der 1946 Gedichte über den Widerstand in Norwegen während des Zweiten Weltkrieges schrieb.

Den Rock'n'Roll Touch spürt man genz besonders beim Opener 'Jarnbyrd', dieser groovige und zu gleich hymnisch sehr schöne Song bekommt seinen Druck, deine Aussage durch den unnachahmlichen Gesang von Frontmann Sture. Abgeht es dann bei 'Under Isen'. Dem Thema entsprechend, ist es logisch, dass die gesamte Ausrichtung des Albums noch einen Hauch düsterer rüber kommt, als die Vorgänger Alben. Die klassischen Black-Metal Attribute sind natürlich nicht weg. Zu finden sind diese schon bei dem Titelsong 'I Krig', harte, brachiale, Highspeed Gitarrenspiel und ein sehr blastendes Schlagzeug und alles sehr aggressiv. Weitere Anspieltipps sind 'Svart' oder auch 'Fangegard'. Letzendlich muss den Herren wieder einmal ein dickes Lob ausgesprochen werden. Sie haben ein sehr abwechslungsreiches und ansprechendes Album zugleich in die Welt entlassen. Es gibt reichlich interessante Kleinigkeiten zu entdecken. Mein Tipp: Hört rein und lasst euch mitreißen von der Atmosphäre, der Urgewalt "Im Krieg"!

Car Sten






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