Reviews

Fetishist

Label: Locomotive Music (2006)

Vielleicht hat es der eine oder andere von Euch schon mitbekommen: ich tendiere zuweilen auch zum Konsum eher ungewöhnlicher Musikstücke und mag auch einen Musikmischmasch, der Zitate aus allem möglichen miteinander verquirlt. Die daraus resultierenden Verwirrungen versuche ich durch therapeutisches Schreiben u.a. von Reviews wieder aus der Birne zu kriegen…Wie auch immer, selbst an meinen verqueren Maßstäben gemessen stellen Voodoocake eher eine bizarre Randerscheinung im musikalischen Universum dar. Dabei sind die von Sonic Youth und Grandaddy beeinflussten Eidgenossen immer im Bereich der liebenswerten Sonderlinge. Die Musik zu beschreiben fällt sehr schwer, da man Versatzstücke aus Rockabilly, Punk, Blues, Doo-Wop, Spacerock und allem anderen, was die Welt in den letzten 50 Jahren bevölkert hat, auseinandersägt, in ein Säurebad taucht und anschließend von einem Zufallsgenerator neu zusammensetzen lässt. Bevor ich nun noch anfange mich ins Delirium zu schreiben, krallt Euch lieber die CD beim Händler Eures Vertrauens und hört mal rein, wenn Ihr keinerlei Berührungsängste Euer Eigen nennt. Mit Worten ist diese Musik sowieso nicht zu beschreiben.

Frank Scheuermann






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