Reviews

Voivod

Label: Sony (2003)

Ist das jetzt nun wirklich eine schreckliche Bildungslücke? Denn ich muss gestehen noch nie etwas von Voivod gehört zu haben! Vermutlich werden jetzt alle Fans an die Decke gehen, schließlich erschien ihre erste Scheibe bereits 1984 und „Voivod“ ist bereits das 13te Album. Doch für alle denen es jedoch genauso geht wir mir, hier ein paar Infos:
In den ersten Tagen ihres Bestehens coverten sie Songs von Judas Priest und Motörhead, doch schon nach kurzer Zeit fingen sie an eigenen Lieder zu schreiben, ihr erstes Album „War And Pain“ entstand und Touren mit Soundgarden und Faith No More folgten, außerdem eine Trennung von ihrem Sänger, sowie ihrem Bassisten. Nun schreiben wir das Jahr 2003, es gibt einen alten, neuen Sänger - denn Denis ´Snake´ Belanger ist wieder zurück - und an den vier Seiten steht ihnen für „Voivod“ Ex-Metallica-Bassist Jason Newsted zu Verfügung, der auch ein langjähriger Freund der Band ist. Nennt es Vorurteil, aber ich bin grundsätzlich sehr skeptisch bei 80er-Jahre-Metal-Bands, deshalb beruhigt es mich um so mehr festzustellen, dass Voivod viele neue Element in ihre Musik eingebaut haben. Gleich der Opener ‚Gasmask Revival’ beweist dies, auch wenn er bestimmt nicht zu den besten Songs des Albums gehört, so machen die einfachen Gitarren und der groovige Sound, das Lied sehr eingängig und lässt die CD ruhig und sachte beginnen. Darauf folgen Tracks, die schon eher als Vorzeigestücke zu bezeichnen sind, wie zum Beispiel ‚The Multiverse’, ‚Divine Sun’ oder ‚Reactor’. Durch die spacige Spielweise von Gitarrist Denis ´Piggy´ D’Amour bekommt der Sound eine interessante Note.

Voivod-Fans werden mit diesem Album zufrieden sein können, ich jedoch bin nicht außergewöhnlich begeistert...

Verena Kuhn






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