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Signs Of Times

Label: Frontiers Records (2003)

Mit dem zweiten Album „Signs Of Times“ knüpft die noch recht neue Band Urban Tale aus Finnland, mit ihren Musikern Kimmo Blom (Vocals), Erkka Korhonen (Guitars), Tuomo Kovalainen (Bass), Timo Pudas (Keyboard) und Kari Valimaki (Drums), an ihr erstes Album an.
Die fünf haben sich dem Melodic Rock verschrieben und wissen diesen auch vortrefflich in Szene zu setzen. Alles Song des Quintetts sind überaus melodisch gehalten und weisen teilweise Einflüsse des US Rock auf, aber auch exzellent integrierte Passagen, die in die Richtung Pop gehen und manchmal auch progressiv gehalten sind. Der Opener ‚Starship Of Giants’ weiß zu überzeugen und den Hörer in seinen Bann zu ziehen, da mit einem angemessenen Tempo, der Song geht zügig voran, aber nicht zu schnell, vorgetragen. In gleicher Weise schließen sich die nächsten beiden Songs ‚Hello Light’, einfach klasse und ‚Houdini’s Eyes’ an. Eine kurze Verschnaufpause gibt’s mit ‚Still Strong’, wo es ruhig und balladenähnlich zugeht. Noch mal schnell Luft holen, denn schon mit dem nächsten Song ‚Son Of A Gun’ nimmt die Geschwindigkeit zu. Mit ‚Captain Of Clouds’ kommen die progressiven Züge der Finnen zum Vorschein. Nun nochmals eine kleine Pause mit der fantastisch popigen Ballade ‚Don’t You Know’ und ‚Beggar Of Thiefs’. Letzteres muss ohne den popigen Zusatz auskommen. Dafür wird der Hörer in eine extrem stimmungsvolle Welt verzaubert, aus der er am liebsten nicht mehr heraus möchte. Der Song ‚Mary’ ist mit Querflöten unterlegt, was wie maßgeschneidert passt. Nanu, da ist das Silberscheibchen schon zu Ende. Schade, denn mit dieser CD macht Urban Tale Lust auf mehr und vielleicht gibt es ja irgendwann ein Nachfolgealbum. Wäre auf jeden Fall wünschenswert.

Wer sehr kurzweilige 50 Minuten vor seinen Lautsprechern verbringen möchte, dem sei diese CD empfohlen!

Eric Schmitt






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