Reviews

Voodoo Truckin

Label: Cargo Records (2003)

Nach der Mini-CD „Hellish Nightmare“ mit dem Up To Vegas 2001 ein gelungenes Debüt feierten und der 2002 auf Crazy Love Records erschienenen MCD „For Once And All“, kommt jetzt ein neues Album der Rock’n’Roller aus Karlsruhe. Nachdem sie 2002 einen Vertrag mit Crazy Love Records abschließen konnten, hatten sie endlich die Möglichkeit ihre CDs weltweit zu vertreiben und damit mehr Fans zu gewinnen. Up To Vegas sind eine Rock’n’Roll Band im Stile von Motörhead mit ähnlich dreckigem Gesang, doch statt einer Bassgitarre muss ein Kontrabass für den tiefen, untermalenden Sound herhalten.
„Voodoo Truckin" ist der erste Longplayer den Up To Vegas herausbringt. Angefangen wird mit einem Intro, das sehr tief und düster beginnt. Man durchschreitet eine Tür und betritt die Welt von Up To Vegas, einer Welt voller Bassschwingungen, Gitarrenriffs und einem höllischen Gesang. Nach dieser langsamen Einführung legen die Vier erst richtig los mit ihrer energetischen Musik und schon beim dritten Track springen wir auf den „Voodoo Truck“ auf, der mit seinem regelmäßigen Rhythmus eher an eine kräftige Dampflok erinnert. Danach wird wieder etwas gebremst, bis man zum nächsten ´Checkpoint´, nämlich ‚A Fart Makes The World Go Round’, kommt. In diesem Song ist der Gesang nicht ganz so tief und rotzig wie vorher und man könnte den Song sogar als fröhlich bezeichnen, da sich die Gitarre als äußerst klangfreudig erweist. Es geht etwas flotter weiter und in ‚Pimples & Braces’ sieht man, dass auch im Rock’n’Roll der heutigen Zeit mit technischen Spielereien gearbeitet wird, denn der Gesang wird mehrfach als Hall wiederholt, was sich eigentlich nicht schlecht anhört. Nach diesem Trip kommt man auch schon zum Ende des Albums, das mit dem ‚Showdown’ seinen Abschluss findet.

Als Fazit ist über das Album und die Band zu sagen, dass sie nicht ganz die Härte und die Verspieltheit von Motörhead haben. Es sind gute Ansätze vorhanden, wobei der Chorus in jedem Song eigentlich immer ähnlich klingt und das ganze langsam monoton wird, aber es ist zu hoffen, dass die Band sich weiterentwickelt und ihren Stil noch verfeinert, um mehr Erfolg zu haben.

Winfried Bulach






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