Reviews

Sworn Allegiance

Label: Century Media (2004)

Das 15-jährige Bandbestehen kann gefeiert werden und wie könnte man ein Bandbestehen besser feiern als mit einem neuen Album? Gar nicht. Hier ist es nun „Sworn Allegiance“ und es geht voll auf die Zwölf. Thematisch werden wieder die Wikinger verarbeitet, diesmal mit dem Überfall der selbigen auf das iro-schottische Kloster Lindisfarne, deren Zeugnis aus dem Jahre 793 stammt. Diese Geschichte wird bei dem Song ‚The Longships Are Coming’ musikalisch in einem groovigen, fast schon doomigen Kleid präsentiert. Aber auch nur fast, denn da ist immer noch der tiefe, treibende und Aggressivität versprühende Gesang vom Meister Johnny.
Zum Opener auserchoren wurde der Song ‚Winterland’, dessen Schnelligkeit, Bösartigkeit, Explosivität, Aggression und Kompromisslosigkeit bis zu dem eben erwähnten Song bezüglich Lindisfarne anhält. Bei ‚Only The Dead’ zeigen Unleashed auch eine bisher kaum für möglich gehaltene Ader, den Sinn für schwarzen Humor. Ein weiteres Schmankerl ist die Ode an die Fans ‚Metalheads’. Hier wird der Fan gewürdigt oder respektvoll angesprochen, nein, er wird gehuldigt. Eine faire, nette und äußerst seltene Geste. Da muss ich sagen: Respekt. Außerdem finden sich noch der eine oder andere vielsagende Song wie z.B. ‚I Bring You Death’ auf dem Rohling. Alles in gewohnter, geliebter Unleashed Manier. Nach ‚Hell’s Unleashed’ haben die Nordmänner einen weiteren Meilenstein, mit diesem ihrem siebten Studioalbum, in ihrer Bandgeschichte gesetzt.

Über ihr Leistungsvermögen was Liveauftritte angeht könnt ihr euch auf dem Party San Open Air überzeugen, denn dort sind sie Headliner. Aber von einem dürft ihr ausgehen, dass sie wieder einmal ein Hail And Kill fabrizieren werden. Mein Tipp: Deathmetal in seiner reinsten Form, mitreisend rübergebracht!

Carsten Rothe






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