Reviews

Hell's Unleashed

Label: Century Media (2002)

Ja ja da sind sie wieder, Unleashed. 1997 schon tot gesagt, da nach zwei genialen Alben, die dritte nur durchschnitt war. Souveräne Konzertauftritte, die einer grauen Maus alle Ehre machten. Dann kam die fast 5-jährige Pause. Das Line-Up liest sich im Jahre 2002 wie folgt: Frederik-Lead Guitar, Johnny-Bass & Vocals, Thomas-Rhythm Guitar und Anders-Drums. Musikalisch vermisse ich die alten Tugenden, die auf den ersten zwei Alben brillierten: Wütender Gesang und von den Instrumenten aus gesehen eine noch härtere Gangart. Auf dieser Scheibe gibt es wenn überhaupt, nur Ansätze zu Geschrei. Ich war überrascht Johnny´s Stimme clean zu vernehmen. Zu diesem und anderen Punkten hat die Band einen treffenden Satz getätigt: ´Like it or not but we´re back again, Hell´s Unleashed! Join the madness or Stepp aside´. Das dürfte doch zum Beginn mal ein Anhaltspunkt sein, oder nicht? Die zuvor erwähnten Einflüsse machen aber diese Scheibe zu einer bemerkenswerten Ausnahme. Es lassen sich Ohrwürmer ausmachen. Zum Beispiel für das Midtemposegment: ‚Fly Raven Fly’. Oder für die Genickschmerzfetischisten der Titelsong ‚Hell´s Unleashed’, ‚Peace, Piece By Piece’ oder ‚Mrs. Minister’. 15 neue Songs nach fast 5-jähriger Abstinenz, ich darf feststellen, dass sich die Jungs nicht schämen neue Wege einzuschlagen und vor allem: Nicht eingerostet sind. Mein Tipp: Pflicht für die Deathmetal-Fraktion.

Carsten Rothe