Reviews

The Stings Of Conscience

Label: Alveran Records (2005)

Nach dem ersten Durchlauf dachte ich erstmal, warum sind die so stumpf und ungeschliffen geworden, doch ein Blick ins Infopapier schuf dann Abhilfe, es ist das Rerelease des Debüts. So muss die Kritik auch ganz anders ausfallen, denn als neue Veröffentlichung wäre das Album sicher eine Enttäuschung gewesen. Es zeigt eben nur in Ansätzen das Potential der Band, deutet Richtungen an. In den Songs bricht es noch viel häufiger, es fehlt der Spielfluss des neueren Albums. Wer dies allerdings mag, sollte ruhig mal ein Ohr riskieren, da Unearth auch hier schon schön vor die Latz knallen, die melodischen Leads aus der traditionellen Heavy Metal Ecke haben auch hier bereits Eingang in den Sound gefunden, die Rhythmen aus der Hardcore Stilistik ebenso. Einige Songs können auch völlig überzeugen, insbesondere ‚My Desire‘ ist ein Knaller vor dem Herren, der wirklich nur Arsch tritt. At The Gates sollten nicht unbekannt sein im Staate Massachusetts, denn deren Gitarrenführung gerade in den traurigen Melodien, die fast schon schwarzmetallisch anmuten, steckt viel von den göttlichen Schweden. Auch ‚One Step Away‘ und ‚Fuel The Fire‘ sind richtig gute Songs, die Fans der Band kennen sollten, doch es trüben auch Tracks wie ‚Vanishment‘ den Eindruck. So bleibt ein gutes noch etwas unentschlossenes Album, das man nicht dringend braucht, aber trotzdem haben kann.

Christian Kremp






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