Reviews

Man And Machine

Label: SPV (2001)

Der Kampfhamster ist zurück! Nach dem letztjährigen Live-Album „Live From Russia“ meldet sich der ehemalige Accept-Sänger nun mit dem mittlerweile achten Studio-Output seiner Solokarriere zurück. Irgendwie kann man sich dabei nicht helfen, alles hört sich so an, als habe man es schon zuweilen vernommen oder bereits sein Leben lang genau so - und keinen Deut anders - gekannt. Eine solche Aussage stellt ja nun keinesfalls immer ein Kompliment dar. In diesem Fall hingegen verbindet sich damit wohltuendes...Die gesamte Platte erinnert an die klassischen Accept-Alben („Breaker“, „Restless & Wild“) und die frühen Solowerke des Herrn Dierkschneider. Feine Sache. An den Oberhammer „Holy“ - mein persönliches Lieblingsalbum aus der jüngeren Vergangenheit - kann „Man & Machine“ jedoch leider nicht ganz heranreichen. Das ändert aber nichts daran, dass in der Masse der heutigen Veröffentlichungen die neue Scheiblette von UDO wohltuend herausragt. Wenn den ´True Metal´ Epigonen der ganzen Welt schon die Blähungen eines Udo Dierkschneider die Schamesröte ins Gesicht zu treiben vermögen, dann erst recht eine gute neue CD! Wenn es auf dieser Platte eine echte Neuerung gibt, dann liegt sie höchstens darin, dass die Produktion (Stefan Kaufmann - guitar) um einiges grooviger ausgefallen ist, als man das vielleicht erwartet hätte. Um einen Song besonders hervor zu heben: Mit ‚Dancing With An Angel’ ist UDO wohl eine der eindrucksvollsten Balladen seiner gesamten Karriere gelungen, was wohl auch am Gastbeitrag einer gewissen Frau Pesch liegen könnte, die ihre Stimme zum Duett leiht! (Mit der Stimme hätte sie das Potential zu einer Solokarriere, hahahaha!)
Bleibt mir zum Abschluss noch frei nach Dieter Thomas Heck zu sagen: Für mich gibt es nur einen Udo – und der heißt Dierkschneider!

Frank Scheuermann






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