Reviews

Thousand Men Strong

Label: Fastball (2011)

Die legendäre Band um Gitarrist Andy Boulton wurde auf dem Höhepunkt der NWoBHM unter dem Namen Ghengis Khan gegründet und spielte einen Sound, der irgendwo zwischen frühen Iron Maiden und den Tygers of Pan Tang lag. Doch leider kam in die sehr verheißungsvolle Band schon sehr früh große Unruhe in Gestalt verschiedener Sänger- und Labelwechsel. Dann eierte man in unterschiedlichsten Besetzungen jahrelang zwischen authentischem Heavy Metal und belanglosen AOR Nettigkeiten hin und her. Das letzte Lebenszeichen der Band liegt nun schon etwa 1,5 Dekaden zurück.

Nun ist Andy Boulton mit einer runderneuerten Formation unterwegs und klingt plötzlich so, als habe es keine weiteren Scheiben nach der göttlichen "Night Of The Blade" gegeben. "Thousand Men Strong" ist für mich die packendste Neuerscheinung einer NWoBHM Legende seit Urzeiten, da das Teil auch produktionstechnisch so klingt, als stamme es aus dem Jahr 1983. Die Songs sind hart, direkt, schnörkellos, ganz so, wie britischer Heavy Metal schon immer sein sollte, aber ebenso melodiös. Dazu die etwas räudige Produktion und mit geschlossenen Augen hat man das Gefühl, sich ein uraltes Viylscheibchen reinzuziehen. Das mag nicht unbedingt ein High End Vergnügen sein, aber verdammt geiler Metal ist das schon - und mit weitem Abstand die beste Tokyo Blade CD seit besagter "Night Of The Blade". So machen Reunions Sinn!

Frank Scheuermann






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