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Live In Germany

Label: Frontiers Records (2008)

Er gehört wohl zu den genauso tragischen wie brillanten und umstrittenen Figuren des Hardrock. Und das bereits seit seinen Anfängen in den späten 70er Jahren mit der Band Fandango. Danach setzte er eine Bilderbuchkarriere in Gang, die unter anderem die Stationen Rainbow, Deep Purple, Yngwie Malmsteen und Glenn Hughes umfasste. Die Kritik an seinem Gesang war weniger als die Folge seiner vokalistischen Kompetenzen zu sehen als vielmehr dem Umstand geschuldet, dass er das Pech hatte, immer dann als Sänger an Bord zu gehen, wenn die Band sich dazu entschlossen hatten, etwas radiofreundlicher zu werden. Daher klebte ihm oft (und das zu unrecht!) der Geruch eines Weichspülers an der Backe.

Nun veröffentlicht diese Rocklegende das erste Solo-Live Album seiner Biographie. Wie kaum anders zu erwarten, beinhaltet es fast ausschließlich Material seiner Zeit bei Rainbow bzw. Deep Purple. Dazu noch drei Songs aus seinen Soloplatten und fertig ist eine Live CD, bei der das Publikum genau das bekommen hat, was es beim Erwerb der Eintrittskarten im Sinn hatte.

Die Band spielt gut zusammen, das sollte man bei einem Musiker dieses Kalibers auch erwarten dürfen! Dabei sticht vor allem der ehemalige Ace Frehley Sidekick Karl Cochran an der Gitarre heraus. Unterm Strich: Nichts wirklich neues aus dem klassischen Hardrocklager – aber immerhin eine mehr als solide Arbeit.

Frank Scheuermann






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