Reviews

Tripping Horse

Label: Poison Tree Records (2007)

Tripping Horse lieben es ungewöhnlich, wie ihre erste Tour, die durch Guatemala führte, beweist. Der weitere Weg führte dann gleich in die Staaten, genauer gesagt nach Los Angeles. Dort angekommen nahm man mit Noah Shain, der bereits für Mother Tongue und Orson gearbeitet hat, das Debüt auf. Der Plattenvertrag mit Poison Tree Records war ebenfalls in kurzer Zeit unterschrieben und so nahmen die Dinge ihren Lauf. Nun kommt die Platte auf den Markt und eine Tour durch Europa ist auch schon geplant, welche für die Österreicher wohl zum Heimspiel werden wird. Doch nun zum selbstbetitelten Debüt des gemischten Quartetts.

Mit einem 'Intro' mit der Ansagerstimme, die der von Lordis "The Monsterican Dream" ähnelt, wird die CD eröffnet. "In a world where nothing is free, one mistake can cost you your life.", ist die Aussage dieses Intros, aber bereits nach den ersten Akkorden hört man, dass Tripping Horse nicht vorhaben Fehler zu machen. Eine gewisse musikalische Anlehnung an den Sound von Lordi ist im ersten Moment ebenfalls auszumachen, aber dieser Eindruck verfliegt relativ schnell und man hört das wahre klangliche Gesicht von Tripping Horse. Zu beschreiben ist der Sound nur schwer, aber Desert Rock mit eingestreuten weiblichen Vocals und einigen sporadisch eingepassten technischen Effekten trifft das Ganze schon recht gut. Es kommen einem tausende Assoziationen zur Musik anderer Künstler, doch keine davon ist so greifbar, dass man sagen könnte es wäre in irgendeiner Form abgeschaut und das ist das Einzigartige am Sound der Österreicher, denn es ist eingängig, klingt bekannt und rockt ordentlich ohne den faden Beigeschmack eines aufgewärmten, schon mal gehört Eindrucks.

Tripping Horse haben ganze Arbeit geleistet und es gibt einen guten Grund für ihren ungewöhnlichen Weg und den damit verbundenen Erfolg. Das Quartett weiß, wie man Musik macht und das zeigen sie nur allzu deutlich auf ihrem Debüt. Poison Tree hat der richtigen Truppe einen Vertrag gegeben, also hört rein und überzeugt euch selbst von den rockenden Künsten unserer Alpennachbarn!

Winfried Bulach






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