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Onwards

Label: Face Front (2007)

Cooles Cover! Das war mein erster Gedanke, als ich die Debütscheibe der norwegischen Formation in den Händen hielt. Wieder mal eine neue Band am Firmament, die auf eine Fronfrau setzt, die zugleich auch noch am Bass für die Rhythmusschiene zuständig ist. Die Herkunft Norwegen spricht dann eher für ein düsteres Album, wobei man sich bekanntlich auch irren kann.

Unter Berücksichtigung oben genannter Punkte bleibt nach mehreren Durchläufen der Platte folgendes festzuhalten: Triosphere schlagen nicht die typisch norwegischen stilistischen Pfade ein, sondern haben sich voll und ganz dem Heavy Metal amerikanischer Prägung verschrieben. Dementsprechend ist auch Sängerin Ida Haukand nicht mit einer Engelszunge wie Tarja Turunen ausgestattet, sondern tendiert eher in die Richtung einer Sandra Nasic (Guano Apes). In Kombination klingt das Ganze überwiegend kompromiss- und vor allem schnörkellos und erinnert irgendwie ein wenig an das erste Release von Sinergy, wenn auch auf anderen stilistischen Pfaden. Triosphere verzichten auch zusätzliche Keyboard Elemente, sondern stellen ganz klar die Gitarren in den Vordergrund und gefallen hierbei durch erdige Arrangements und starken Riffattacken. Für ein Debütalbum ist diese Scheibe rech ordentlich, wobei ich mich den bisherigen Lobeshymnen auf die Band nicht komplett anschließen kann. Die Songs klingen allesamt einfach zu ähnlich in ihrer Struktur, so dass bis auf 'Trinity' kaum mal ein Stück auch nach mehreren Durchläufen das Verlangen erweckt, die Repeat Taste zu drücken. Da kommt es den Stücken dann doch sehr entgegen, dass Gitarrist Marcus Silver die Tracks mit seinen Crowls ein wenig abwechslungsreicher gestaltet.

"Onwards" ist ein ordentliches Debütalbum ohne jedoch zu glänzen. Die Norweger sollten für ihre zukünftigen Werke das Augenmark auf mehr Abwechslung in den Songs legen, um das Album als Ganzes auch flexibler zu gestalten. Die Ansätze sind vielversprechend, um dies auch umzusetzen.

Oliver Bender






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