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Accelerated Evolution

Label: InsideOut (2003)

Mit futuristischem Logo lädt Devin Townsend Band auf einen musikalischen Trip der extra Klasse ein: „Accelerated Evolution“ heißt die Scheibe, doch können beide Worte halten was sie versprechen?

Eins wird von Anfang an klar, man wandelt musikalisch auf ganz eigenen Wegen, ganz im Gegensatz zu manch einer Band fällt hier aus was bei anderen auffällt; der Vergleich mit anderen Bands. Es wäre gelogen von einem absolut eigenen Stil zu sprechen, aber welche Band klingt wie diese Kanadier? Es wurden im Vergleich zum Vorgänger etwas ruhigere Noten benutzt, es darf auch mal geschmust werden, aber Freunde des klassischen Haare-Schüttelns werden auf ihre Kosten kommen. Das Ganze ist eingängiger und damit nachvollziehbarer geworden. Mit Songs wie ‚Storm’ traut man sich fast an eine Ballade heran, allerdings wird auch hier der Fan nicht das typische Keyboard vermissen müssen. Bis auf einzelne Aussetzer kann man von einer sehr abwechslungsreichen Scheibe sprechen. Es wird aufs Gas getreten und doch auf die Tränendrüse gedrückt, man darf ruhig behaupten, dass alle musikalischen Bedürfnisse befriedigt werden. Durchaus erfreulich ist die positive Energie, die in dieser Musik steckt, so verleitet der ein oder andere Song doch mal zum Fröhlichsein und passt gut ins Cabrio. Das stellenweise schon beinahe poppige ‚Traveller’ wartet zwar auch mit sehr ungewohnten Stimmlagen auf, aber allein die Energie, die hier übertragen wird, macht alles wieder wett.

Zu empfehlen ist die Platte eigentlich jedem der gute Rockmusik mag. Da diese Scheibe sehr eigen ist, wäre es falsch einen Vergleich als Empfehlung zu nennen. Einfach reinhören…

Dino Argentiero






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