Reviews

Sex, Money, Rock'n'Roll

Label: Massacre Records (2001)

Über die Entstehung von Bands gibt es ja die unterschiedlichsten Geschichten, doch im Falle von The Traceelords liegt eine besonders kuriose vor. Rückblende: 1994 spielte die deutsche Trash Metal Band Sodom in der Zeche Carl in Essen ihr Jubiläumskonzert, mit dabei auch Gitarrist Andy Brings. Eben dieser sprang bei einem Kiss Song für den prominenten Gastsänger ein, der dazu schlichtweg nicht mehr in der Lage war. Zur Überraschung aller und auch seiner selbst überzeugte er dermaßen, dass er sich entschloss, neben der Gitarre auch zum Mikro zu greifen! Gesagt, getan. Nach einigen Anlaufschwierigkeiten (Kündigung eines Plattenvertrages wegen geschäftlicher Unstimmigkeiten) und akribischer Arbeit liegt nun das erste Album „Sex, Money, Rock'n'Roll“ vor. Komplettiert wird die Band von Mirko Salispahic (g), Guido Scholten (b) und Haan Hartman (d). Musikalisch bieten die Jungs Heavy Rockin'n'Roll pur und gehen hierbei sehr vielseitig zur Sache. Mitreißende Rock'n'Roll Songs (,Sex, Money, Rock'n'Roll’ ,All I Really Need’ , bei denen man sofort zur Luftgitarre greift), und gefühlvolle Balladen (,See You When I See You’) gepaart mit der jederzeit spürbaren Spielfreude zeichnen diese Band aus. Die Jungs verstehen es sehr gut, den Flair der 70er mit dem Metal der 80er zu kombinieren. Am Start sind ebenfalls 2 Coverversionen ( ,Daddy Cool’ von Boney M und ,Born To Be Alive’ von Patrick Hernandez), die einfach nur Spaß machen und den guten Gesamteindruck des Albums bestätigen. Mit zudem 13 Songs bieten The Traceelords für ein Erstlingswerk eine Menge Holz, ohne dabei einen ernsthaften Ausfall zu beklagen.
Beachtliches Debüt der deutschen Rock'n'Roll Kapelle. Merkt Euch den Bandnamen gut, denn The Traceelords werden 100%-tig noch für Furore sorgen!

Oliver Bender






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