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So fest ich nur kann

Label: Eigenproduktion (2004)

1997 fand sich das Trio noch ohne Bass und auch ohne Sänger zusammen um Musik zu machen. Sie machten Musik um die Menge zum Toben zu bringen, aber irgendwie fehlte noch etwas um die Zukunft der Band zu sichern, so dass es nach ihrer ersten CD dazu kam, dass noch ein Bassist einstieg. Bis 2001 hatten sie dann das Line Up komplett und spielten ihr erstes richtiges Album ein.

Heute ist es wieder soweit und die Arbeit des Jahres 2003 trägt nun Früchte für Tpunkterror. Musikalisch kann man die fünf Jungs aus der Eiffel zwischen Terrorgruppe und Wizo einordnen, wobei Tpunkterror ihre Texte wesentlich indirekter gestalten und viel Ironie nutzen um ihren Aussagen zum Publikum zu bringen. Die Musik selbst klingt rockiger als der typische Deutschpunk und passt zum Gesamtbild. Während man im ersten Song, ‚Kämpf dafür’, noch dazu auffordert wird im Leben alles zu geben und zu kämpfen, wird in ‚Dies ist das Land’ die Misere beschrieben, welche in unserem Land herrscht. Es wird niemand direkt angegriffen, aber die Aussagen sind klar formuliert und richten sich an alle. Dann kommt mit dem dritten Track auch schon das klarste Werk des Albums. ‚Die Freiheit’ passt nicht nur auf deutsche, sondern vor allem auf amerikanische Verhältnisse, wo Rechte gegen Sicherheit eingetauscht werden. Jeder Song des Albums hat seine eigene Geschichte zu erzählen, aber leider geht das Album nach zwölf Songs zu Ende und es bleibt der Eindruck des Songs ‚Trauriges Lied’ zurück. Das Lied blickt in die Zukunft und die Vergangenheit, wobei die Zukunft sehr negativ projiziert wird, was aber leider sehr realistisch klingt. Zum Ende bekommt man noch einen Zusammenschnitt der Rede aus Charlie Chaplins „Der große Diktator“, die das Album noch mal in Kurzform rekapituliert.

Überraschend ist alles was man zu diesem Album sagen kann. Man sollte, wenn man Wizo und Co gerne hört, auch dieses Album einmal anspielen.

Winfried Bulach






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