Reviews

Judas Christ

Label: Century Media (2002)

Kennt ihr noch Tiamat? Richtig! Vor 3 Jahren kam das letzte Album „Skeleton Skeletron“ raus. Und am 18.02 ist es endlich wieder soweit, das neue Album „Judas Christ“ kann dann über den Ladentisch gehen. Eine der erfolgreichsten und wichtigsten Gothic Metal Formationen meldet sich eindrucksvoll zurück. Das neue Album ist musikalisch nicht mit vorherigen Veröffentlichungen zu vergleichen. Es präliert mit Melancholie, gedämpften Keyboards und teils schroffen Gitarrenklängen. Das ´Neuste´ an „Judas Christ“ stellt die Thematik der Songs dar: Positiv, lebens- und liebes bejahend. Richtig gelesen, positiv. Beispiel gefällig? Der Song ‚Vote For Love’ ist das Paradebeispiel. Auf die Frage, wie es zu diesem Wandel kam, sagte Anders beim Interview: Erwachsen werden. Gut, das kann man sehen, wie man will, aber dieser Wandel ist unüberhörbar. Der Albumtitel „Judas Christ“ könnte als Kampfansage gedeutet werden. Edlund sieht den Titel zum einen eher als Blickfang, zum anderen als ein Statement gegen die Scheinheiligkeit der christlichen Kirchen. Ein durchaus nachvollziehbares Statement. Im ganzen gesehen ist „Judas Christ“ ein eher ruhig gehaltenes Album, das mit den oben genannten Attributen bestückt ist. Für die diejenigen unter euch, die sich nur noch dunkel an Tiamat erinnern können, hier die Bandbesetzung: Johan Edlund (guitars), Anders Iwers (bass), Lars Sköld (drums), Thomas Petersson (guitars). Mein Tipp: Ein imponierendes ´Hurra wir leben noch´. Anhören ist Pflicht!

Carsten Rothe






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