Reviews

Wrath Of War

Label: Osmose Productions (2002)

Aus dem konservativsten Land der USA, nämlich Texas, kommen die Black Metaller Thornspawn und präsentieren hier ihr Drittwerk „Wrath Of War“. Auch cool in Bushs altem Bundesstaat mit nebenstehenden Songtiteln ‚ne Schwarz Metal Band zu sein. Nach verschieden Touren und Auftritten in Amiland will man nun auch auf dem alten Kontinent Fuß fassen. Ob das gelingt soll sich nun zeigen.
Black Metall ist das Stichwort der nächsten 35min und zwar der von der schnellen unbarmherzigen Sorte. Kein Keyboard Gequietsche, keine engelsgleiche Frauenstimme, keine Traumproduktion; hier ist old school Black angesagt. Nur mit Gitarre, Bass, Schlagzeug und Gesang bewaffnet, ziehen die Mannen auf das Schlachtfeld. Dieses wird durch ein nicht sonderlich interessantes Intro betreten, aber dann geht die Post ab. So schönen, harten, ehrlichen Black Metal habe ich schon lange nicht mehr gehört, da klirren kalte, dreckige Gitarren, dazu ein blechernes Schlagzeug, dreckiger Bass und ein keifender Sänger. Nichts fehlt und bereits beim ersten Song ‚Vengeance Of The Hellpreacher’ stellt sich die erste Gänsehaut ein. Schnelles Geknüppel wird von einem ultra-bösen Midtempo Part abgelöst, bei dem man einfach den Kopf mitschütteln muss, ich fühle mich wieder 15 und Black Metal war gerade total in und meiner Meinung nach die geilste Musik, die es je gab (das soll nicht heißen das ich das heute nicht mehr mag). Wenn auch nicht alle Songs dieses Niveau halten können, so muss man doch von einem gelungenen Black Metal Album sprechen. Weiteres Highlight ist ‚Reapers Of The Battlefield’. Wenn die Norweger nichts mehr zu Stande bringen, muss eben jemand anderes ran; nicht das ihr mich falsch versteht, Neues wird hier nicht geboten, aber Altes geil dargeboten. Wer rumpelnden Black Metal wie er ähnlich auch von Bestial Warlust aus Australien gespielt wurde / wird(?) mag, der hat meine Erlaubnis hier auch reinzuhören.

Christian Kremp






Musicload