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Matters Of The Dark

Label: Century Media (2002)

Denkt man an schwedische Metalbands, fallen einem sicherlich spontan einige Namen ein: Lefay, Hammerfall, In Flames.... Tad Morose dürfte nur Wenigen ein Begriff sein. Eigentlich unverständlich, lieferte die Band doch jedes mal sehr gute Alben ab, die auch von der Presse mit Lob quittiert wurden. Leider war es den Schweden bis dato vergönnt, außerhalb ihres Heimatlandes auf sich aufmerksam zu machen, so dass ihre bisherigen Werke immer nur als Geheimtipp galten. Das änderte sich schlagartig im Jahre 2000, in dem die Powermetaller zum einen „Undead“ veröffentlichten, ihr bisher bestes Album, und zum anderen auf mehreren internationalen Festivals auf sich aufmerksam machen konnten. Mit „Matters Of The Dark“ erscheint nun das neueste Werk von Tad Morose, von dem man sich aufgrund des Vorgängers einiges versprechen konnte. Eines kann man jetzt schon vorweg nehmen: Wenn die Jungs mit diesem Album nicht den Durchbruch schaffen, läuft etwas verkehrt. Power Metal vom Feinsten, der sich weniger durch dominante Gitarrensoli oder schnelle Drums auszeichnet, sondern beherrscht wird von einem nahezu perfekten Zusammenspiel der einzelnen Musiker. Größtes Plus der Band ist vor allem Sänger Urban Breed: Rau, aggressiv, glasklar - dieser Mann versteht sein Handwerk und hebt dadurch unweigerlich die Songs auf ein höheres Niveau, ,charakteristisch für die Vielseitigkeit von Breeds Stimme ist hierbei ,The Devil's Finger’. Beeindruckend sind ebenfalls die hervorragend arrangierten Background Vocals, die im Zusammenspiel mit dem Sänger unheimlich kraftvoll wirken. Musikalisch bieten Tad Morose ebenfalls keinen Einheitsbrei. Von schnellen Doublebass Songs (,Another Way’) über leichte Groove Einflüsse (,Sword Of Retribution’) bis hin zu dem schaurigen ,Reason Of The Ghost’ ist alles vertreten. Ein Highlight ist vor allem der Titelsong, bei dem sich Urban Breed ein stimmliches Duell mit Charles Rytkönen (Lefay) liefert, beeindruckend und mitreißend zugleich. Das mit ,I Know Your Name’ und ,Riding The Beast’ zwei Songs etwas abfallen, interessiert nicht weiter aufgrund der Klasse der restlichen Stücke.
Exzellentes Album der Schweden, die mit „Matters Of The Dark“ hoffentlich den verdienten Erfolg einfahren werden!

Oliver Bender






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