Reviews

Vatan

Label: Noisolution (2018)

Das nächste Album, der nächste Wurf, das sechste Album der Jungs aus Berlin. Seit nun 18 Lenzen als Band aktiv, haben sich die Herren ihren Namen gemacht. Ihr Stoner-Rock mit schönen psychedelischen Einflüssen, dazu noch die groovigen Rockbeats, der straighte und mehr als nur Rhythmus versprühende Bass lassen jedes Mal aufs Neue, die Tiefe der Songs erschließen. Riff und Hook-Wände verzieren neben dem untermalenden Drums weiterhin und stellen die Kreativität zur Schau. Die Vocals, mal clean, dann wieder verzerrt oder andere Spielereien machen all dies zu einem besonderen Hörerlebnis. Und wie ist es heute?

Genauso, man nimmt sich wieder als Grundtatktung den Rocksektor mit psychedelischen Einflüssen, progressiv, immer eine schöne Spannung aufbauend, gerade die cleanen Vocals haben eine schöne Stimmfarbe und können alle Farben verarbeiten.
Lauschproben gefällig? Kein Problem. Wer es in die Richtung von Black Sabbath mag, der muss ‚Sirens‘ testen, mehr ist zu diesem Song nicht zu sagen. Die Prog-Gemeinde wird sich bei ‚Prevarication Nation‘ verneigen, auch wegen der psychedelischen Grundader des Songs, obendrein ist er trotz allem noch ziemlich heavy ausgefallen. Ausgefallen wird es dann bei dem Titeltrack ‚Vatan‘, welcher in iranischer Sprache vorgetragen wird und zu dem noch orientalische Musikeinflüsse aufweist. Der Text ist ein Gedicht stammt aus der Feder von Simin Behbahani, einer iranische Schriftstellerin, die sich bei diesem Gedicht mit ihrer Heimat beschäftigt. Das sollte als Ansporn zum Lauschen ausreichen, oder?
 
Mein Tipp: Eins technisch sehr anspruchsvolles Werk, das durch seine Tiefe, seine Vielseitigkeit, seine diversen Sphären zu überzeugen weiß und der mehr oder weniger Walking-Bass durch die ganze Szenerie führt. Von Prog zu orientalisch, teilweise auch experimental anmutend… Ein sehr gutes Werk, aber keine leichte Kost, aber so vorgetragen. Die Pommesgabel zum Gruße!!!
 
10/10
 
Car Sten






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