Reviews

Alptraumgänger

Label: Folter Records (2018)

Das nächste Album des bayrischen Dreiers, welche sich durch den Underground arbeiten und sich eine immer größer werdende Fanschar erarbeiten. Dieser Longplayer steht am Ende diverser EPs seit dem 2011er „Schattenwahn“ Album. Eine massive Weiterentwicklung in Sachen Komposition und Komplexität sind hier definitiv hörbar. Wobei die guten Schrat-Trades wie Komplexität, melodiös, Old School, eiskalt und stellenweise symphonisch weiter enthalten sind.
 
Dieses Album beinhaltet eigentlich zwei Alben. Die erste Hälfte sind alles Neuwerke der Band. Ab dem Song ‚Rausch‘ bekommt man altes Material auf die Ohren, allerdings die Live Versionen der aufgeführten Songs, also eine Art Best of im Livegewand. Gleichzeitig stellt dieses Album das erste Album bei ihrem neuen Label Folter Records dar. Als Lauschproben für die die Schrat noch nicht kennen würde ich ‚Masken des Schweigens‘, Wolf ist erwacht – Adams Sohn zerfetzt‘, ‚Knochenkult‘ als auch ‚Endzeitphilosophie‘ ans Herz legen wollen, mit diesen Songs im Gehörgang kann man sehr gut eine Jö oder Nö entfalten. Alle die die Schrat schon kennen, werden eh nur die neuen Songs antesten …
 
Mein Tipp: Man hätte es besser ersichtlich machen können, dass lediglich nur die erste Hälfte neues Songmaterial darstellt. Die Mucke als solche ist nach wie vor über jeden Zweifel erhaben, jedoch stört mich der Punkt, dass man unbedingt „bringen“ muss. Ich hätte es besser gefunden, gegebenenfalls noch ein wenig zu warten und ein Album mit ausschließlich neuem Material auf die Fangemeinde loszulassen … Nichts desto trotz, wird Schrat hiermit wieder neue Fans gewinnen, denn die Mucke ist geil … Die Pommesgabel zum Gruße!!!
 
8,5/10
 
Car Sten






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