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Perlen vor die Säue

Label: Calygram Records (2018)

Seit dem Jahre 1993 unter dieser Flagge unterwegs, bekommt der geneigte Anarcho-Punk, innen drin und/oder auch äußerlich, ein Maximum an politisch durchtränkten Songs auf die Ohren. Viele Gemenge werden beackert, innenpolitische als auch die weltpolitische Situation überbieten sich ja gerade mit Möglichkeiten sich in diesem Segment auszutoben. In diesem Zusammenhang ist das Intro zu erwähnen, ein kleines „Wer hat das nochmal gesagt?“ bzw. „Zu wem gehört diese Stimme nochmals?“ – Ein Zusammenschnitt von politischen Äußerungen, in diversen Sprachen, dazu noch „ökonomische“ Zitate …
 
Alles in allem bietet dieses Album 12 Songs die sich so ziemlich jedes Themas annehmen, dass ihnen unter den Nägeln bringt: Das Wiedererstarken der Braunen, der internationale Nationalismus, Kapitalismus in seiner widerlichsten Form etc. Eine Pflichtnummer auf diesem Album ist ‚Spieglein, Spieglein‘, auch eine Hammernummer ist und als Lauschprobe geeignet ‚Biersam für die Seele‘ – ein Punk-Album ohne Alkohol wäre fern jeglicher Realität, so hat es auch diesen Song auf dem Album. Weiterhin würde ich euch noch gerne ‚Das S im Wort Arbeit‘, ein Frontalangriff auf den Staat, seine Steuern und alles was damit verbunden ist. Auch antestbereit wäre ‚Trümmerlotte‘ oder der letzte Song des Albums, die einzige Ballade; ‚So ist das Leben‘! Besser könnte ein Album nicht enden, nach allen anarchistischen Utopien und Gedankenspielen, endet es mit der Realität und dem Hinweis „Aufgeben darfst du nicht!“
 
Mein Tipp: Ein sehr gutes, schönes, treibendes, fettes, stimmiges Punk-Album, das einfach Spaß macht sich anzuhören und die Lyrics zu reflektieren. Dazu noch einen schönen Pogo-Kreis und das Glück wäre Perfekt, aber was ist schon perfekt? Die Pommesgabel zum Gruße!!!
 
10/10
 
Car Sten






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