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Gnosis

Label: code666 (2017)

Das vierte Album, ein Konzeptalbum, bei dem sowohl die Lyrics und deren Ausrichtung sowie die musikalische Ausrichtung ein Konzept darstellen. Inhaltlich bewegt man sich auf der Erkundung der Erkenntnis und ihrer Ausprägungsformen, wie der Albumtitel „Gnosis“ (altgriechisch für = Erkenntnis) schon verrät. Eine regelrechte Abwechslung von Aleister Crowley Ansätzen und Bibelthemen finden sich auf diesem Tonträger und der Ursprung hierfür liegt in der Beschäftigung mit dem russischen Komponisten Scribian und seinem Werk „Prometheus: The Poem of Fire“ …
 
Musikalisch sind sich die Herren trotz allem Konzeptalbum hin und her treu geblieben. Unterm Strich ist es immer noch Epic Black Metal mit vielen genialen Kombinationen von Raserei und Melancholie, Verdorbenheit, Breaks, Midtempo-Parts und verschleppten Blastbeats durch die stellenweise leicht lethargisch agierenden Gitarren, den infernalischen Drums und das alles in einem Song kombiniert, dazu noch das ein oder andere Solo … Beispiel gefällig? Dann nehmt doch einfach mal den Song ‚Blot‘ als Einstieg in die Materie von diesem Konzeptalbum, da ist schon fast alles gesagt. Um den eindruck, den gewonnenen, zu vertiefen hört euch doch noch die Geschichte zum Turmbau zu Babel an, dieser hört auf den Titel ‚Genesis 11: 1-9‘, so kann man Bibel auch vertonen. Oder die musikalische Umsetzung der Engelthematik beim Opener ‚Benei ha’Elohim‘ ist auch ein Ohr oder der kürzeste Track mit dem größten Namen ‚Magnum Opus‘ …
 
Mein Tipp: Mit diesen Höreindrücken bleibt euch nichts anderes übrig, als dieses Album euer Eigen nennen zu wollen. Ein richtig geiles Album, man muss die Band bestärken diesen Weg weiterzugehen, dass ist mal ein Album wie Epic Black Metal immer sein müsste und als Anschauungs-material dienen, wenn es um die Definition von dieser Art geht, müsste. Die Pommesgabel zum Gruße!!!
 
10/10
 
Car Sten






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