Reviews

Nemesis

Label: ROAR! Rock of Angels Records (2016)

Griechenland zeigt zur Zeit seine metalische Präsenz, bei solch einer Machtdemonstration darf natürlich Sarissa nicht fehlen und kommen heuer mit ihrem dritten Studioeisen um die Ecke. Kaum eine Metalband hat so viele Einflüsse die ausgewiesen werden können und trotz dieser ihre Eigenständigkeit nie verloren. Aber gerade deswegen sich einen Ehrenplatz verdient. Von Progeinflüssen a la Jag-Panzer zur straighteren aber auch sehr technisch anspruchsvollen Anleihen a la Primal Fear. Gesangstechnisch wird jedes Spektrum abgedeckt, ohne eine Schwäche.

Lauschproben? Kein Problem, auch wenn dieses Album nur 9 Songs aufweist kommt es trotzdem auf knappe 40 Minuten Spieldauer, im üblichen Rahmen und dort begrüßt euch gleich ein sehr verspieltes und vertracktes Titelchen, welches auf den Namen ‚Daughter of the Night (Nemesis)‘ hört, gleichwohl ist dieser Song anfänglich auch instrumental und wirkt sehr progressiv. Zünftiger geht es schon bei ‚No Mans Land‘ zu, bei dem man auch die das ganze Stimmpotenzial des Fronters erhören kann, Tiefe aber ebenso die Falsettstimme beherrscht er formidable.  Einen Stampfer kann man ‚Sacrifice‘ nennen, allerdings sind hier die Gitarren sehr stark an der rhythmischen Zusammensetzung mit ihren schönen Riffs und dem eine oder anderen Solo. Weiterhin wäre noch ‚Now or Never‘ anzuführen, ein kleiner Midtempobrocken der aber richtig schön Druck versprüht. Druck ist eh eine der Attribute dieses Albums, da diese Produktion doch sehr auf die Tiefe ausgelegt ist, daher hört und spürt man auch die Basslines „aktiv“.

Mein Tipp: Ein sehr grooviges, abwechslungsreiches, spannendes und auch Ohrwurm verdächtiges Album das einem nur ein Lächeln in das Gesicht malt. Pure Fucking Heavy Metal, manch einer würde sogar sagen: True Metal bis zum Anschlag, entscheidet selbst … Von mir: Die Pommesgabel zu Gruße!!!

10/10

Car Sten






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