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Handgrenade Blues

Label: VME (2010)

Brachiale Riffs, Honky Tonk Piano und tätowierte Jungs mit sehr ursprünglichem Habitus. Ganz klar, skandinavische Rotzrocker, bei denen es um schnelle Autos, die Essenz des Rock'n'Roll und schlechte Frauen nebst den Nebenwirkungen von Alkoholüberdosierung geht.

Die Dänen legen sich mit "Handgrenade" mächtig ins Zeug und wollen beweisen, wie gefährlich Rock'n'Roll auch im Jahre 2010 noch sein kann. Und das gelingt in Teilen auch. Aber cool wird es vor allem dann, wen einmal die Lärmwand zumindest partiell durchstoßen wird, wie zum Bespiel beim Bluesharpintro zur Nummer 'Lets Roll' oder dem sich direkt anschließenden supercoolen Groover 'Borderline'. Solche Momente, die streckenweise an die Rolling Stones der frühen 70er Jahre angelehnt scheinen, würde ich mir etwas häufiger Wünschen, da es auf Dauer eben nicht besonders unterhaltsam ist, wenn man immer voll auf die Fresse bekommt...

Trotzdem bleibt eine Scheibe, die Spaß macht und die konsequent in Szene gesetzt worden ist.

Frank Scheuermann






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