Reviews

One Night in Madrid

Label: Frontiers Records (2009)

Jeff Scott Soto ist ein echter Tausendsassa. Auf gefühlten 10000 Veröffentlichungen hat der Beau schon mitgewirkt und zwischen all seinen anderen Projekten findet er auf erstaunliche Art und Weise immer wieder Zeit für Soloplatten und sogar kleinere Tourneen durch die Clubs dieser Welt (es kann halt nicht jeder so wie Alice Cooper eine Bar im Weltall haben...).

Die junge Band, deren sich der sympathische Ausnahmesänger bei seiner letzten Tour, die ihn unter anderem auch nach Spanien führte, bediente, spielt Klassiker aus fast allen Phasen seines musikalischen Schaffens mit viel Freude und unverbrauchter Frische. Das Publikum geht ordentlich mit, so dass ich hoffe, demnächst auch eine DVD Version dieses Konzerts in Händen halten zu dürfen. Das natürlich umso mehr, weil ich zu spät gekommen bin, um mir damals noch den Mitschnitt vom "Live At The Gods" rechtzeitig zuzulegen, bevor er vergriffen war. Das wäre doch mal eine Option für die Damen und Herren von Frontiers, oder?

Es ist schon erstaunlich, wie kleine manche Bühnen sind, auf denen wirklich gute Musiker spielen müssen. Nicht jeder darf eben ausschließlich bei den Rock in Rios oder Rock am Rings dieses Planeten auftreten. Und dass die Jungs dabei gut zweieinhalb Stunden Musik unter diesen Bedingungen abliefern ist schon aller Ehren wert! Übrigens spielen die jungen Mitstreiter des Herrn JSS auch die Talisman Nummern souverän. Das ist umso wichtiger, als wir die Originalband nach dem Freitod von Marcel Jacob vor einigen Monaten vermutlich nie wieder sehen werden.

Frank Scheuermann






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