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The Night

Label: Sulatron (2009)

Sula was? Ah so, der Basstölpel, ein Wasservogel. Okay, klar, geht in Ordnung. Keine Ahnung, wie Dave Schmidt zu diesem Pseudonym gekommen ist (mir persönlich gefällt die Vorstellung, als Teenager mit unzureichenden Fähigkeiten am 4-saitigen Instrument zum Spott von Bandkameraden mit diesem Namen belegt...), aber das ist letztlich auch egal, abgesehen davon, dass es von überbordendem Humor zeugt, sich einen solchen Namen zuzulegen. Musikalisch jedoch hat er uns in den letzten Jahren viel geboten. Vor allem den älteren Lesern unter uns. Doch der Reihe nach.

Zur Musik: Sula Bassana bietet Krautrock der klassischen alten Schule, der sich an Bands wie Amon Düül (in ihrer Frühphase, bis ca. "Tanz der Lemminge") genauso orientiert, wie an Klangexperimenten einer Band wie Neu! und dem Spacerock von Hawkwind. Auch Erinnerungen an die Ozric Tentacles werden immer wieder wach. Hypnotisierende Rhythmen bestimmen den Klang genauso wie analoge Keyboards, Synthies und Mellotrons. Die zum Teil überlangen Stücke ziehen den Zuhörer unweigerlich in ihren Bann.

Das überaus gelungene Neo-Krautrockwerk wird durch ein wundervolles Artwork ergänzt, das mich an "Space Hymns" von der Band Ramases erinnert (auf dem guten alten Swirl Vertigo Label erschienen und vom legendären Roger Dean entworfen). Von solcher Musik kann ich gar nicht genug bekommen! Mehr!

Frank Scheuermann






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