Reviews

Soulshake Express
Heavy Music

Label: Rock This Town (2008)

Bei Heavy Music denke ich erst einmal an den 60er Jahre Garage Klassiker von Bob Seger (lange vor seiner Silver Bullet Band!!!!), der mit mäßigem Sound aber richtig fetter „LMAA“ Haltung die Bahn für alle Metal und Punkspielweisen gaaaaaanz arg weit aufgestoßen hat. Die Jungs aus Schweden benennen im Booklet ihrer Debutscheibe noch einen weiteren Einfluss: Die erste Jeff Beck Group (mit Ron Wood am Bass und Rod Stewart als Sänger), die nichts anderes als „Heavy Music“ machen wollten, bevor Rod Sewart entdeckte, dass er „sexy“ war und Ron Wood sich im Musikeraltenwohnheim (aka Rolling Stones) hat einliefern lassen…. Hohe Ansprüche lassen sich aus diesen beiden Inspirationen ableiten. Manche Band scheitert an solchen frei gewählten Vorgaben.
Soulshake Express versprechen viel, halten davon auch einen guten Teil. Natürlich erfinden sie das Rad nicht neu, das wollten sie vermutlich auch gar nicht. Vielmehr wandeln sie auf Pfaden, die man seit den Tagen von Blue Cheer recht gut kennt: Fette Gitarrenriffs, schnoddrig hingerotzter Gesang, dabei Texte über die einfachen und dummen Seiten des Lebens. Die Scheibe läuft klasse durch und verbreitet phasenweise den Wunsch herum zu springen (vor allem bei „Push“!), allerdings sind die ganz großen Songs noch nicht dabei.
Das macht auch nichts, sind die Jungs doch erst am Anfang. Ich habe vollstes Zutrauen, dass das Potential, das in Soulshake Express schlummert in absehbarer Zeit abgerufen werden kann. Außerdem vermute ich, dass sie mit ihrem Repertoire sowieso eher eine Live- als eine Albumband sind. Gäbe es hier ein Punkteschema, bekämen sie knappe 7 von 10.

Frank Scheuermann






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