Reviews

Fly To The Sun

Label: Metal Heaven (2008)

Sandalinas legten im Jahre 2005 ein ordentliches Melodic Metal Debüt vor, das zwar nicht die Schlagzeilen beherrschte, aber dennoch einen recht kurzweiligen Eindruck hinterließ. "Fly To The Sun" heißt nun der Nachfolger, mit dem Bandleader und Gitarrist Sandalinas weiterhin auf bewährten Pfaden wandelt. Mit neuem Frontmann (Rick Altzi) und teils prominenten Gastmusikern (Chris Caffery, Andy LaRocque, Patrik Johansson) wurden die 12 neuen Tracks eingespielt.

Was zunächst positiv auffällt, ist der Wechsel am Mikro, da Rick Altzi prägnanter als sein Vorgänger die Stücke interpretiert und durch seine rauen Vocals der Band etwas mehr Eigenständigkeit verleiht. Ansonsten unterscheidet sich dieses Album nicht großartig vom Debüt. Die Band bietet ordentliche Melodic Metal Hausmannskost, ohne die Grenzen zu überdurchschnittlichen Songmaterial zu durchbrechen. Songs wie der Titelsong 'Fly To The Sun' das groovige 'Bad Dreams' oder die Halbballade 'The Healer Talks' stechen noch am ehesten heraus. Auffällig sind vor allem die glattgebügelten Passagen im Chrous, die oftmals die Songs noch harmonischer erscheinen lassen als nötig. Bestes Beispiel hierfür ist 'No Matter What', das locker als Melodic Pop Song die erste Singleauskopplung sein könnte. So plätschern die Stücke leider ein wenig dahin und schaffen es bis auf die erwähnten Ausnahmen auch nach mehreren Durchgängen nicht, sich erwähnenswert zwischen den Lauschern festzusetzen. Schade.

Sandalinas haben es leider nicht geschafft, die guten Ansätze des Debüts weiterzuentwickeln, so dass ich im direkten Vergleich eher zum Vorgänger "Living On The Edge" raten würde. "Fly To The Sun" ist eine von vielen soliden Scheiben in diesem Genre, die man nicht wirklich haben muss.

Oliver Bender






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