Reviews

Come Out And Play

Label: Antstreet Records (2007)

Italien ist die Wiege von Spiteful, was soviel heißt wie boshaft oder auch tückisch. Der Name klingt schon ein wenig verschlagen, hat aber durchaus Punkattitüde. Wie dem auch sei, bei Spiteful handelt es sich um ein Trio, welches sich im September 2003 zusammenfand um energiegeladene Shows zu spielen und die Menge vor der Bühne zur Bewegung zu animieren. Nach einem Besetzungswechsel am Bass und den ersten Liveshows im Frühling 2004, gewannen sie 2005 den dritten Platz bei Bustock, einem lokalen Bandwettbewerb. Anfang 2006 nahmen sie acht Titel auf und ein Jahr später kommt ihr Debütalbum, welches nun auch den Weg nach Deutschland gefunden hat und auf den klassischen Titel "Come Out And Play" hört.

Nach einigen Introsounds, ähnlich einem gezündeten Streichholz, gibt die Band richtig Gas und rockt los, was das Zeug hält. Solide und ähnlich den klassischen amerikanischen Punkrockbands wie Offspring oder Green Day, allerdings nicht mit deren eigenem Charakter und ohne Stilfinessen. Roh und ungeschliffen, dafür mit ordentlicher Liveenergie können die Jungs Stück für Stück Punkte sammeln, denn die Songs sind eingängig allerdings fehlt des Öfteren eine griffige Hookline, die für Wiedererkennungswert sorgt. Musikalisch präsentiert sich die Band sehr abwechslungsreich und kein Stück klingt wie das andere, wie es bei manchen Bands der Fall ist. Aber nicht nur schnell und kraftvoll, sondern auch gefühlvoll und etwas langsamer können die Jungs spielen, wie es in 'For You' der Fall ist, einem Werk, das man getrost als Halbballade betiteln könnte. Die Ballade wird direkt hinterher geschoben und dreht sich, aus dem Namen ersichtlich, um Liebe und Hass. Aber nicht nur unter Strom, sondern auch unplugged präsentieren sich die Jungs von ihrer besten Seite, denn die letzten beiden Stücke auf der Scheibe sind Akustiksongs, darunter auch 'Brand New Glory', der auch in E-Gitarre vertreten ist.

Solide, solide kann man da nur sagen. Wer mal wieder eine Punkrockscheibe für den kalten Winter braucht kann hier ruhig mal das Ohr riskieren und zugreifen.

Winfried Bulach 






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