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Goodbye To All That

Label: Soulfood Music (2007)

Nach nun insgesamt zwei Alben und drei EPs legt das Fünfergespann aus Finnland mit „Goodbye“ ihr nächstes Album auf. Die Fünfköpfige Band besteht aus den Kalle, Jane, Mikko, Matti und Mika. Mika, der Sänger der Band könnte einigen bekannt sein von Entwine, seiner zweiten Band, die doch um einiges bekannter ist als ShamRain. ShamRain das bedeutet Atmospheric-Rock, der sehr melodisch und einfühlsam ist. Eine Prise Gothic darf natürlich auch nicht fehlen.

Das Ziel das sich die Jungs vermutlich gesteckt hatten, haben sie erreicht. Und zwar eine ganz bestimmte Stimmung hervorzurufen. Eine verträumte Stimmung aus einem Gemisch von Melancholie und Sehnsucht. Der 50-minütige Silberling ist auf eine Art Kuschelstunde ausgerichtet, die jedoch nicht schleimig oder langweilig wirkt. Klar gibt es hier keinen wirklichen Moment zum Headbangen, aber das muss einem beim Kauf von vorneherein klar sein. Die Melodien sind meist recht simple und die Refrains sehr eingängig. Ab und zu könnte man einen Beigeschmack vom britischen Indie-Pop herausfiltern. Track 3 ,Ghosts I See´ ist eine sieben Minuten Lange sehr beklemmende Nummer, die perfekt zum Gesamtkonzept passt. Ein verzerrtes Gitarrensolo gibt es bei ,Shallow Delusion´ und ein sehr schönes Pianointro ist bei ,No One Remebers Youre Name´ zu hören. Als Abschluss eines gut gelungenen ruhigen Werkes gibt es eine nette Rocknummer ,Goodbyes Painted Black, das einem ganz schnell und gekonnt in andere Welten entführt, wenn man sich einfach mal treiben lassen will.

Abgesehen davon, dass etwas mehr Abwechslung im Album nicht geschadet hätte, ist diese Platte ein sehr schönes Stück kreative Entspannung. Die Platte schafft eine angenehme Atmosphäre und hinterlässt einen entspannten Nachgeschmack. Man sollte, falls man sich wirklich etwas träumen und dem Alltag entfliehen will, lieber nicht auf die Texte achten, da diese doch sehr negativ sind. Alles in Allem also ein sehr gelungenes Werk. Doch vor dem Kauf sollte man erst mal hineinhören um zu beurteilen, ob der Silberling etwas für einen ist und der Kauf sich auch wirklich lohnt.

Steffie Kraemer






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