Reviews

The Arcane Odyssey

Label: Candlelight Records (2007)

Sear Bliss stammen aus Ungarn und kommen heuer mit einem Album um die Ecke, das so manch einen überraschen dürfte. Aber nicht auf Grund von musikalischen Unvermögen, nein, ganz im Gegenteil, wegen deren komplexen Songstrukturen, deren Eingängigkeit und den sehr anspruchsvollen Kombinationen. Von einer Grundposition aus, die ich mal Death Metal nenne, fügen die Herren ein bis dahin mir nicht bekanntes Maß an Atmosphäre hinzu, nebst den entsprechenden und nötigen Tempo-Wechsel. Ebenso die Wechsel zwischen cleanen und verzerrten Gitarren. Man fühlt sich schon versucht von Epic Death Metal zu sprechen. Auch wenn es meist eine sehr einfälltige Argumentation ist, so scheint sie mir hier als Indiz hinreichend genug: Man schaue sich nur mal die Songlänge, der jeweiligen Songs an, wenn man dies dann noch mit Probehören verbindet, spätestens da wird einem klar, was ich meine. Mal abgesehen vom Opener 'Blood On The Milky Way' zeichnet sich 'A Deathly Illusion', nicht durch die Länge, aber der anderen zuvor genannten musikalischen Eigenheiten aus. Mit einem stimmigen und verführerischen, verzaubernden Instrumental Intro beginnend gesellen sich später noch die harten Gitarren dazu, ebenso wie das treibende Schlagzeug und noch Trompeten, in der Folgezeit verschwinden die Trompeten und das Doublebass wummert einem ungeniert entgegen mit den groovigen Gitarren um dann wieder ein kurz Einsatz der Trompeten. Faszinierend und fesselnd. So innovativ, so frisch. All gegenwärtig der tief-magische Gesang. Man könnte auch sagen, mit einigen Abstrichen, Rhapsody auf Death-Metal.

Mein Tipp: Eine Klanggewalt mit ungeheurer Intensität. Dieses Album wird noch sehr oft in meinen CD-Player rotieren. Für mich das Album des Monats!

Car Sten 






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