Reviews

Parka

Label: Sony (2003)

Suit Yourself aus Reutlingen zählten für mich persönlich im letzten Jahr zu den größten Überraschungen auf dem deutschen Markt. Neben zahlreichen Auftritten im Vorprogramm von Die Happy und Sub7even, in denen das Quartett seine Livequalitäten an den Tage legte und ein ums andere mal den eigentlichen Headliner an die Wand spielte, reichte es sogar zu einer CD-Empfehlung für das Album „Rockola“ beim Fernsehsender Pro7, der das Stück ‚Summer Sun’ zu seinem Sommerhit auserkor und somit für zahlreiches Airplay sorgte. Ganze zwölf Wochen führte man mit der Single ‚It’s A Shame’ die Hörercharts beim Radiosender SWR3 an. Alles in allem lief es für das Quartett im vergangen Jahr prächtig, wobei es schwer werden dürfte dies alles zu toppen.

All jene Erfahrungen fließen in das neuste Werk „Parka“ ein, was sich letztendlich in einem reifen Alternative-Rock-Werk niederschlägt. Was da in nur vier Wochen unter der Leitung von Siggi Bemm im Woodhouse Studio in Hagen entstand, kann sich sehen lassen. Auch wenn es Suit Yourself nicht ganz schaffen die Live versprühte Energie mit auf den Silberling zu übertragen, rockt die Scheibe dennoch ordentlich wie beim Opener ‚Not In Your Name’ oder ‚Dfy’. Aber auch ruhigere phasenweise gar melancholische Stücke sind auf dem Album mit ‚Heaven Missed’ oder ‚Dave’ vertreten. Leider fehlt ein Ohrwurm der Klasse ‚It’s A Shame’. Dennoch darf „Parka“ als eine musikalische Weiterentwicklung betrachtet werden und ist im Gesamten eine Stufe höher wie der Vorgänger „Rockola“ anzusiedeln. Prägt euch schon einmal die Namen Marc Ruff (v), Geges Löwl (g), Andreas Bückle (b) und Andreas Schoy (dr) ein. Man darf jedenfalls auf die kommenden Shows im Herbst / Winter 2003 gespannt sein, bei denen Suit Yourself zeigen werden, wo der Hammer hängt.

Frank Hameister






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