Reviews

Unpure Burial

Label: Locomotive Music (2006)

Bei Sudden Death handelt es sich um eine junge Kapelle aus Angola, IN, einem von hoher Arbeitslosigkeit geprägten Gebiet der USA. Die fünf Jungs spielen eine aggressive Mischung aus traditionellem Thrash Metal mit Hardcore und ganz dezenten New Metal Einflüssen. Die bösartigen Vocals growlen ihre hasserfüllten Texte ohne Gnade dem Zuhörer entgegen. Zumindest vermute ich, dass es gemeine, fiese, hinterhältige Texte sind, da man so unmöglich über ein Mondscheindate singen kann.

Der Sound ist sehr transparent, was man nicht bei allen Bands dieses Genres behaupten kann. Die Gitarren sägen sehr ordentlich und man fragt sich, was wohl passieren würde, wenn man den Drummer seiner Doppelfußmaschine berauben würde. Die Improvisationen sind für das Genre vergleichsweise melodisch ausgefallen, die Songs bewegen sich trotz aller vorhandenen Härte vornehmlich im Midtempobereich. Die Mischung ist also wenig eigenständig, allerdings kann man durchaus von einer sympathischen Genreproduktion sprechen. Besonders möchte ich das geile Riff von ‚Living And Dying’ hervorheben, das zwar ebenfalls keinerlei Originalitätspreise einheimsen wird, aber den einen oder anderen Nackenkrampf am Pit hervorrufen wird. Eine gelungene Überraschung stellt der cleane Gesang bei ‚My Left Shoulder’ dar, der allerdings immer wieder von Gegrunze unterbrochen wird. Ein durchaus gelungenes Debüt einer Band, die bei etwas mehr Zeit zur Reife und einem gänzlich eigenständigen Stil durchaus ihr Potential hat.

Wenn also einer von Euch Lust auf eine fette Ladung direkt inne Fresse hat, dann kann er bei Sudden Death durchaus ein Ohr riskieren.

Frank Scheuermann