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Soundtrack For A Generation

Label: Victory Records (2001)

Victory Records, ansonsten eher ein Hardcore Label, beweisen mit dem Signing von Student Rick, dass sie auch in seichteren Gewässern gut fahren können. Die vier Jungs von Student Rick kommen aus Indiana, besingen die klassischen High School Themen und spielen richtig guten Punkrock á la Midtown oder Ataris. Den Anfang macht der Song ‚Monday Morning’, bei dem der Chorus auf der einen Seite zweistimmig gesungen ist und auf der anderen Seite gute Singalong Qualitäten aufweist (sicherlich ein perfekt passender Opener, denn wer hat sich in der Schulzeit auf Montag Morgen gefreut?). Danach kommen einige Balladen ‚Hideaway’, ‚A Child's Cry’ und ‚Meet You Halfway There’, die lediglich aus Gitarre, Klavier und Gesang besteht und stark an einen Boygroup-Song erinnert, mit dem Unterschied, das dieser hier selbst komponiert und eingespielt wurde. Mit ‚Please Forgive Me’ kommen die Jungs zurück zum klassischem High School Thema und verpassen dem Song ein emotionales Gewand und wie in fast jedem Song einen zweistimmigen Chorus der bei diesem Song allerdings unter die Haut gehen könnte. Gefolgt von ‚I Wish’, dem wohl hitverdächtigstem Track ihres Debütalbums, denn hier kann man einiges entdecken, Beispiel gefällig? Zum einen die rhythmischen Parts Ska beim Verse und Rock beim Refrain, ein richtig guter Basslauf und eine herrlich melodische und gefühlsvolle Stimme (auch Zweitstimme). Aber dieses Album bietet nicht nur Balladen und emotionale Rockergüsse, sondern auch Powersongs. ‚Yesterday’ und ‚In The Cold’ gehen im Stil von Midtowns ,Just Rock'n'Roll’ richtig ab. Aber auch ,Midway’ ist nicht zu unterschätzten, denn man fängt ziemlich rockig an, geht über in eher ruhigeren Gesang, kommt dann wieder mit verzerrten Gitarren, bevor man wieder etwas ruhiger und akustischer wird. Mein persönlicher Favorit ist der Song ‚Through The Window’, ebenfalls ein rockiger Lovesong, der ebenfalls mit Klavier eingespielt wurde und außerdem eine verzerrte und eine Gitarre mit enorm viel Gefühl besitzt, die maßgeblich die Melodyline des Refrains bestimmt. Den Variationsreichtum der Jungs wird nicht nur in den angesprochenen Balladen und die emotionalen Songs unter Beweis gestellt, nein man hat auch mit ‚Falling For You’ ein Green Day like Song auf die Scheibe gebannt. In musikalischer Hinsicht kann man den Jungs nichts vorwerfen, denn wer auf seinem Debütalbum schon so ein Variationsreichtum besitzt, aus dem kann nur was großes werden. Mein Fazit lautet demnach folgendermaßen: Ich denke das die Jungs sich in die Herzen vieler Punkrockfans spielen werden, denn man kann sich mit Sicherheit in ihre Lage versetzen, denn jeder von uns war mal 18 bzw. wird bald in dem Alter sein. Meiner Meinung nach ein absoluter Geheimtipp für dieses Jahr, denn im Gegensatz zu Bands wie Blink oder Green Day haben die Buben Gefühl und musikalische Leckerbissen in ihre Musik eingebracht.

Nils Manegold






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