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Nr.1

Label: Eigenproduktion (2004)

Strom, das ist nicht nur der Name, sondern auch das Programm der Band. Die drei Berliner fingen 2002 mit ihrem ersten Gig im Berliner Eimer an und stießen schon damals auf große Resonanz. Bis zum Album sollte es noch zwei Jahre dauern und man tourte ein wenig. Mit Rantanplan, Rausch und Extrabreit war man in guter Gesellschaft auf der Bühne. Um unter Vertrag genommen zu werden nahm man ein 3-Track-Demo auf. Den Erfolg dieses Demos kann man nun auf Nr.1 hören, wo Highko, Sabine und Spoxx rocken was das Zeug hält.

Ein paar einleitende Worte bilden das Intro zum Klangwerk ‚Yankee’. Schnelles Gitarrengeschrammel begleitet Highkos Stimme, die sehr eingängige perfekt zum Hörer überträgt. Mitsingbare Stellen gibt es genug und auch das kurze Zwischenspiel, bei dem die amerikanische Hymne angespielt wird, verleiht dem Song einen ungeheueren Charme. ‚Unter Strom’ könnte man wohl als Motto, Hymne und Erkennungstitel der Band bezeichnen. „Durch Deutschland muss ein Rock gehen, jede Menge Strom…“ lautet eine Zeile des Songs, die verdammt noch mal recht hat, denn die Band muss Live noch besser sein als auf der Platte. Track Vier ist der Beste des Albums. Der Text ist genau das, was man zu vielen Leuten auf der Welt sagen möchte. Man kann einfach nur mitmachen, wenn der Refrain angestimmt wird. Der Rest des Albums hält die Energie der ersten Tracks nicht aufrecht und flacht etwas ab. Trotzdem ist die ‚Schwarze Lederjacke’, ein Cover von der Band Kleinkrieg, gut gemacht. Es macht Lust besagte Jacke auszupacken und zu einem Konzert von Strom zu gehen. Zu guter letzt haben die Drei noch einen Hidden Track auf den Silberling gepackt. Eine Akustikversion von, nein, das wird nicht verraten.

Das Debüt ist mehr als genial. Wer auf Spaßpunk in deutscher Sprache steht, sollte baldigst reinhören.

Winfried Bulach