Reviews

Angermeans

Label: Victory Records (2002)

Im Jahre 1991 machten sich vier Jungs auf, um den Hardcore in Los Angeles zu etablieren, brachten es allerdings bis zu ihrer Trennung im Jahre 1997 auf nur zwei full-length Scheiben. Das soll sich von nun an ändern denn Strife rauften sich im letzten Jahr zusammen und schrieben neue Songs die ihr in einigen Wochen nun endlich in den Läden kaufen könnt. Das letzte Album lebte von den Gastauftritten diverser Stars (Fear Factory, Sepultura, Deftones), das hat sich auf dieser Scheibe leicht geändert, denn sie haben zum größten Teil auf diese Gastauftritte verzichtet. Lediglich Eric Bobo (Cypress Hill) unterstützt die Jungs mit seinen Percussion Parts bei dem Song ‚From These Graves’, der im übrigen einen richtig guten und melodischen Gitarrenpart enthält. Erster Song von „Angermeans“ ist jedoch ‚Rise Again’, der nach einem gemäßigten Anfang mit typischen Hardcore Riffing anfängt, hinzu kommt nun noch der gewohnt aggressive Gesang von Frontmann Rick Rodney. Im weiteren Verlauf stechen die Backing Vocals heraus, die dem Zuhörer voller Power um die Ohren gehauen werden, dies kommt besonders bei dem eben erwähnten Song ‚Rise Again’ zur Geltung. Überraschend ruhig geht es beim Titeltrack ‚Angermeans’ zu, denn der Gesang ist zu Beginn clean und wird erst gegen Ende des Songs aggressiv (ebenso die übrigen Instrumente). ‚Angel Wings’ ist ein Highlight des Albums, zunächst aggressiv, dann melodisches Riffing, zu dem sich im weiteren Verlauf noch eine Geige hineinmogelt, um ein wenig Atmosphäre in den Song zu bringen, gegen Ende gibt es mit einem klassischen Klavier-Outro nochmals einen Stilwechsel. Tja das wären die Besonderheiten des Albums, die anderen Tracks sind in gewohnt härterer Gangart. Das Album ist zwar nicht so mein Fall, aber ich respektiere das was die Jungs für ihre Musik getan haben und jetzt wieder tun. Hut ab, meist gehen diese Wiedervereinigungen in die Hose, aber Strife beweisen das Gegenteil.

Nils Manegold






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