- Sinner's Soul
- The Law
- Breach Of Faith
- Yells Of Rage
- Misty Hills
- Children Of The Dawn
- Doomsday
- Cold Desert Moon
- A Dragon's Tear
- Nobody's Child
- Masquerade Of Life
- Strength Of Wisdom
Label: Century Media (2001)
Die Powermetaller aus München machten mit ihrem Debütalbum „Fireball” letztes Jahr erstmals auf sich aufmerksam, das sicherlich nicht schlecht geraten ist, aber auch keinen Anlass zur Euphorie zuließ. Da mich die Band auch auf ihrer Tour mit Lefay, Angel Dust und Steel Prophet nicht überzeugte, hielt ich sie für eine durchschnittliche Powermetal-Combo, von denen es ja zur Zeit genug gibt. „Cold Desert Moon“ heißt nun der Nachfolger und ich muss sagen, die Jungs haben sich enorm gesteigert! Mit Tommy Lion (Ex-Drifter) ist zudem ein neuer Sänger am Start, dessen Vocals etwas tiefer klingen und den Songs spürbar gut tun. Die Produktion ist mit dem ersten Album nicht zu vergleichen, alles wirkt viel ausgereifter und besser arrangiert. Mit ,Sinner´s Soul’ legen die Münchener gleich richtig los, eine geniale Doublebass Nummer, die im Mittelteil mit Keyboardeinlagen a la Sonata Arctica aufwartet und gesanglich einen erstklassigen Ausklang findet. Mit ,The Law’ (geiler Chorus und noch bessere Gitarrensoli) sowie ,Breach Of Faith’ (UpTempo-Kracher, der durch einige überraschende Rhythmuswechsel besticht) folgen zwei Songs, die dem Opener in nichts nachstehen. Auffällig sind vor allem die gezielt eingesetzten Keyboards, die in richtigem Maße eingesetzt werden, ohne die Härte aus den Songs rauszunehmen. Dennoch sind einige Stücke wie z. B. ,Yells Of Rage’ oder ,Children Of The Dawn’ eine Spur zu progressiv angehaucht, was mit Sicherheit nicht die Stärke der Band ist. Gegen Ende der CD flachen die Songs etwas ab (,A Dragon´s Tear’ ,Nobody´s Child’), dennoch überwiegt ein positiver Gesamteindruck.
Die Münchener haben sich mit ihrem zweiten Werk enorm gesteigert. Wenn sie das jetzt auch noch live rüberbringen, muss man ganz stark mit ihnen rechnen!
Oliver Bender