Reviews

Eisenherz

Label: Point Music (2002)

Es ist vollbracht: Nach „Killerinstinkt“, „Wiener Blut“ und „Feind Hört Mit“ ist „Eisenherz“ der vierte Silberling von Stahlhammer. Beim vierten Album ist auch Gary Wheeler (v) wieder mit an Board gegangen und mit Nico Gössl kam auch noch gleich ein neuer Gitarrist mit. Stahlhammer bewegen sich auf dem Terrain der Neuen Deutschen Härte, daher verwundert es nicht, dass sie u.a. mit Rammstein auf Tour waren. Ein anderer Vertreter dieser Gattung wäre Megaherz. Auf dem Silberling befindet auch eine Coverversion von dem NDW Hit ‚Eisbär’, eine doch sehr eigenwillige Interpretation. Thematisch werden die Bereiche Tod, Vergangenheit, Maßlosigkeit, Kirche und Krieg besungen. Gesangstechnisch werden unterschiedliche Oktaven dargeboten, wobei der ein oder andere Ton ab und an nicht ganz getroffen wird.

Bösartige Menschen würden, nach dem sie das Album gehört haben, im Bezug auf Stahlhammer von einer Rammstein Tribute Formation sprechen oder zumindest erwähnen, dass sehr viele Riffs auch in manchem Rammstein Song wiederzufinden sind. Womit ein Zufall auszuschließen wäre und es fast schon an Frechheit grenzt, so skrupellos einzelne Riffs zu übernehmen.

Da ich aber nicht zu diesen Menschen zähle, die so etwas sagen würden, ist dass eben gelesene nur Spekulation. Fakt ist aber, dass man, bei genauerem hinhören, ab und an das Gefühl hat dieses Riff von einer anderen Band schon mal gehört zu haben. Alles in allem präsentieren Stahlhammer mit diesem Album ein eher durchschnittliches Neue Deutsche Härte Album, welches aber auch seine Reize hat, z.B.: Harte Drums, brachiale Riffs und einen Gesang, der zu Anfang schräg klingt aber in das Konzept der Platte absolut reinpasst und der selbigen ein Prädikat von Unvergesslichkeit gibt. Mein Tipp: Wem dreckige Neue Deutsche Härte, á la frühe Megaherz, gefällt, für den ist „Eisenherz“ eine Pflicht.

Carsten Rothe






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