Reviews

Primitive

Label: Roadrunner Records (2000)

Un, dois, trés, quatro...Back To The Primitive! Max Cavalera gibt sich in seiner gewohnten Art. Viele werden den Meister des Gebrülls ja schon von Sepultura kennen, nun gehört er zu der brasilianischen Gruppe die sich Soulfly nennt. Von der originalen Besetzung ist, außer Max, nur Basser Marcelo D. Rapp übrig geblieben, neu dazu gekommen sind Joe Nunez, Schlagzeug und Percussion und der Gitarrist Mikey Doling. Mit afrikanischen oder südamerikanischen Instrumenten, wie Trommeln und Percussions klingen sie nicht gerade nach ´typischen New Metal´. Das brauchen sie auch nicht, hier gibt es keine Show wie bei den meisten neueren Bands, hier gibt es pure Wut, ohne Theatralik. Alles ist reiner und eben back to primitiv... Das fanden wohl auch Chino Moreno (Sänger Deftones) und Corey Tayler (Sänger Slipknot), die als Gastmusiker fungierten. Ebenso Slayer-Tom Araya wurde zum Lead-Sänger von ‚Terrorist’. Chino überzeugt in ‚Pain’ zusammen mit Grady Avenell und Corey in ‚Jumpdafuckup’. Vielleicht gibt es auf „Primitiv“ so viele Gastmusiker, weil Max nun kapiert hat, dass er nicht oder zumindest nicht mehr wirklich zum Sänger taugt. Und bei solchen Gästen ist das auch garantiert kein Nachteil. Auch das Duett ‚Son Song’ mit Sean Lennon, das zur Erinnerung an ihre Väter Graziano Cavalera und John Lennon geschrieben wurde, es natürlich etwas ganz besonders. Auch wenn man sich erst reinhören muss, bevor sich die beiden Stimmen zusammenfügen. Denn zu Anfang klingt alles noch so als wären es 2 Stücke, die unabhängig von einander aufgenommen wurden und die irgendein unmusikalisches Wesen zu einem Lied gemacht hat. Nicht das beste Album von Cavalera, aber für Fans von Max bzw. des etwas anderen (Nu) Metals auch nicht gerade zu verachten.

Verena Kuhn






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