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Demented Honour

Label: MTM Music (2006)

Auch wenn der Bandname Sora keine Erinnerungen weckt, so ist einem der Mann dahinter nicht unbedingt gänzlich unbekannt. Erol Sora, Gründer und Namensvater der Truppe, kam schon in Berührung mit Survivor und Quiet Riot. Außerdem spielte er kürzlich für den ehemaligen Uriah Heep- und Lucifer’s Friend-Sänger John Lawton. Jetzt aber produziert er seine ganz eigene Platte. Dabei zeigt er dem Publikum dieses Mal nicht nur, dass er weiß, wie man eine Gitarre in die Hand nimmt, sondern widmet sich jetzt auch besonders intensiv dem Mikrophon. Und beweist damit, dass er nicht nur ein Talent hat, ganz neben dem Schreiben und Komponieren.

Gleich der erste Song führt ohne große Umschweife zum Kern des Albums: Hardrock. Ebenso überzeugend geht es weiter. Natürlich stehen die abwechselnd gestalteten Gitarrensounds im Vordergrund, aber der Gesang kommt ihnen in nichts nach. Soras Stimme behauptet sich in einem Mix aus männlicher Aussagekraft und emotionaler Melodie. Große Teile der Gesangskomposition erinnern ungemein an Ian Gillan, Deep Purple-Sänger seinerseits. Auch die Musik kann durchaus Fans der erwähnten Band, sowie Kiss- und Thin Lizzy-Anhänger überzeugen. Besonders kraftvoll sind Lieder wie ‚Highway To Nowhere’, ‚Guilty’, ‚One Way Ticket’ und ‚Broken Dreams’. Angesiedelt irgendwo zwischen lauter Gitarrenfreude und enttäuschter Stimmmodulation. Allerdings kann auch ‘Piece Of Paper’ den Hörer mit seinem melancholischen Unterton auf seine Seite ziehen.

Im Endeffekt sind alle Lieder empfehlenswert. Schlichter Hardrock, der dabei noch Elemente von mitunter Blues und Pop enthält. Dieses Album sollte Hardrocker ohne Probleme überzeugen!

Gastredakteur






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