Reviews

Dream

Label: Pandaimonium Records (2003)

Einen langen Weg hat Sophya nun schon hinter sich gebracht um nun ihr zweites Album zu veröffentlichen. Die im Laufe der Zeit (ab 1996) von wechselnden Bassisten und manch anderem Musikern begleiteten Hauptakteure Sonja R. und Idan K. schlossen sich im fernen Israel zusammen um 99 gen Europa, genauer: Amsterdam, zu wandeln wo sie bald die Chance bekamen ihr erstes Album aufzunehmen. 2001 folgten erste Live-Shows und nun, mit einem neuen Bassisten, The Haze, die zweite Scheibe. Stilistisch gesehen ist die Musik sehr schwer einzuordnen. Es erwartet einen durch und durch ruhige, nahezu rhythmuslose Melodien, begleitet von den etwas apathisch klingenden, schwachen Säuseleien Sonjas. Die Musik rundet diesen herrlich ausdruckslosen Tonbrei leider nur zu sehr ab und lässt es dank sich immer wiederholenden Gitarrenriffs die bis ins unendliche Verklingen, unterstützt von ebenfalls unveränderlichen Keyboardklimpereien, in ein seichtes Gemurmel einschläfernder Monotonie abrutschen. Wirklich schade, hätte man aus den mittlerweile fast unverständlichen und von der Musik eher verschiedenen Texten doch wirklich viel rausholen können. Eine rockigere Vertonung mit doch wenigstens ein bisschen Rhythmus oder zumindest einem Hauch von Melodie könnte aus diesen Stücken sogar mehr als ein besseres Baldrian machen. Nur zu schade, dass dies dem Trio anscheinend noch nie vor Augen geführt wurde.

Meiner Meinung nach verspricht diese CD lediglich Linderung für von Schlaflosigkeit gequälten Nachtwandler. Einen Unterhaltungswert vermisst man eindeutig sowie auch nur den Hauch eines Ohrwurms. Bestenfalls für Liebhaber des extrem Seichten zu empfehlen.

Arwén Weber






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