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Silence

Label: Century Media (2001)

Sonata Arctica schlugen im Jahre 2000 mit Ihrem Debütalbum „Ecliptica” wie eine Bombe in der Metalszene ein. Nicht, weil sie musikalisch neue Trendsetter waren, sondern weil ihr Erstlingswerk trotz deutlicher Ähnlichkeiten zu Stratovarius eine Klasse für sich darstellte. Die daraufhin folgende Tour mit Stratovarius und Rhapsody erhielt durchweg positive Resonanzen und mit „Successor“ wurde noch eine MiniCD auf den Markt geworfen, die jedoch unter das Prädikat „mehr schlecht als recht“ fällt. „Silence“ ist nun das zweite Album der Finnen, bei denen sich lediglich Bassist Janne Kivilahti von der Band verabschiedet hat, neu hinzugekommen ist dafür Marko Paasikoski. Im Gegensatz zu „Ecliptica“ klingt „Silence“ wesentlich melodischer. Die Keyboards sind präsenter denn je, ebenso wie die vermehrt auftauchenden Chorstimmen. Veränderungen, die sicherlich auch dazu beitragen sollen, die Vergleiche mit Stratovarius möglichst gering zu halten. 12 Songs plus Intro sind auf der Scheibe vertreten, mit der Sonata Arctica die gesamte Bandbreite ihres Könnens abdecken. Die für die Band typischen Up-Tempo Tracks (,Wolf & Raven’ , Black Sheep’) wechseln sich mit erstklassigen Balladen (,Last Drop Falls’ ,Tallulah’) und dynamischen MidTempo Stücken (,The End Of This Chapter’!!!) ab. Tony Kokka hat seine Stimme enorm verbessert und singt problemlos auch höhere Tonlagen. Einen richtig schlechten Song weist das Album nicht auf, kleinere Schwächen wie bei ,Sing In Silence’ (hervorragendes Stück aber zu abruptes Ende) und ,The Power Of One’ (entwickelt sich bei 11:33 Min. nicht zu dem erhofften Reißer) übersieht man unter Berücksichtigung des Gesamtpakets gerne.
 
Mit „Silence“ unterstreichen Sonata Arctica eindrucksvoll ihr musikalisches Können, die man jetzt schon aufgrund ihrer Klasse zu den Größen der Szene zählen kann.

Oliver Bender






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