Reviews

Animal Farm

Label: Victory Records (2002)

Im Jahre 1997 reisten die Leppanen Brüder, Ville und Mat nach London, mit dem einzigen Vorsatz eine Rock Band zu gründen. Als sie Drummer Benjy Reid trafen, erfüllte sich ihr Vorhaben und sie gründeten die Snowdogs. Es folgten Touren durch Amerika, Japan, Frankreich und ihrem Heimatland Finnland mit Bands wie Blink 182, MxPx, The Living End oder Less Than Jake. Durch das ständige touren wurde Victory Records auf die drei Jungs aufmerksam und beschloss sie unter Vertrag zu nehmen und im März 2002 ihr Debütalbum auf den Markt zu werfen. Die Musik der Jungs zu beschreiben dürfte etwas schwerer fallen, auch wenn sie oft als Pop-Punker beschrieben werden, würde ich ihre Musik schlicht und einfach als Rock bezeichnen, denn der Gesang von Ville klingt größtenteils nach den 80er Metal Bands und ihre Musik ist auch nicht der typische Pop-Punk, da sie musikalisch sehr versiert sind (liegt wohl an der klassischen Ausbildung der Brüder Leppanen am Klavier). Ihr Debütalbum „Animal Farm“ beginnt mit dem Track ‚Are You With Missy?’, der wahrscheinlich ihre erste Singleauskopplung werden wird, klingt vom musikalischen nach Therapy? mit typischen Britpop-Gesang. ‚It Don’t Add Up’ ist meiner Meinung nach der punkigste Song der Scheibe, das wird wohl durch die typische Gitarrenarbeit mit Deathnotes kommen. Der beste Song ist aber ‚Radio Me’, der stellenweise stark an Fury In The Slaughterhouse erinnert, aber keine Panik der Song rockt unwahrscheinlich und besticht durch seinen Chorus, der durch und durch geht. Einen klassischen Independent Track haben sie mit ‚Neverfade’ auf das Album verbannt, gefühlvoll und etwas ruhigerer mit einem richtig gutem Gitarrensolo. Irgendwie werde ich nie das Gefühl los, dass die Scheibe perfekt in die 80er gepasst hätte, was mich zum nächsten Song ‚Here’s Me’ bringt, ein genialer Rock Song mit dem oben erwähnten Metal-Gesang. Auch einen puren Metal Song haben sie mit ‚Alright! OK!’ eingespielt, ebenfalls mitgröhl verdächtig. Alles in Allem also ein richtig gut gelungenes Debütalbum der drei Jungs, welches sich kein Rockfan entgehen lassen sollte.

Nils Manegold






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