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Call Of The Trash

Label: Eigenproduktion (2004)

Irgendwo zwischen Psychobilly und Punk sind die durchgeknallten Finnen von den Skreppers angesiedelt. Auf ihrer zweiten kompletten CD-Veröffentlichung bieten sie alles, was die beiden benannten Kategorien bereits andeuten. Dabei werden textliche Schenkelklopfer wie das köstliche ‚Jesus Saved My Sex Life' feilgeboten. Kaum auszudenken, was diese Band bei einem Gastspiel im US-amerikanischen Biblebelt erwarten würde!
Die Zitate der 50er Jahre bestehen oft in Imitation des Gesangsstils (Elvis lässt grüßen) und vor allem in den fast cleanen Gitarrensounds mit unglaublich viel Reverb (Fender Twin oder Bass Man!). Daneben zaubert einem der Farsifa-Orgelsound mehr oder weniger freiwillig das eine oder andere Schmunzeln ins Gesicht!
Das Zuhören bereitet durchaus Vergnügen, wenngleich meine Szenefavoriten (ebenfalls skandinavisch) noch nicht einmal ansatzweise gefährdet werden: ich mag es dann im Zweifelsfall dann doch lieber eine Kante härter und bleibe daher den Göttern von den
1. Hellacopters,
2. Gluecifer,
3. Backyard Babies und
4. Turbonegro
treu -und zwar in dieser Reihenfolge! Denn auch beim Schweinerock und Punk gilt die alte Weisheit des Konfuzius: “Was man hat das hat man!” Trotzdem würde ich diese kaputten Figuren gerne einmal live sehen!

Frank Scheuermann






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